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am 15. Juli

75 Jahre nach der Befreiung Österreichs von Krieg und Faschismus:Antifa-Mahnmal am Bahnhofsvorplatz wird aufgewertet

Ingeborg Haller - Eine langjährige Forderung der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, das Areal am Bahnhofsvorplatz mit dem Hain rund um das Antifa-Mahnmal aufzuwerten, wird umgesetzt, wie heute via Aussendung der Stadt Salzburg bekannt wurde.

„Es ist ein wichtiges Signal, dass die Stadt Salzburg 75 Jahre nach Befreiung den Bereich rund um das Antifa-Mahnmal am Bahnhofsvorplatz aufwertet und attraktiver gestaltet“, freut sich Ingeborg Haller, Klubobfrau der Bürgerliste/DIE GRÜNEN und Initiatorin des Komitees Stolpersteine. Schon in der kommenden Woche sollen die Arbeiten beginnen – bis Ende Juli soll die Revitalisierung des Hains und die Aufwertung des gesamten Bereichs rund um das Mahnmal abgeschlossen sein.

 

Es hat Jahrzehnte gedauert, bis sich die Stadt Salzburg auf das Mahnmal für die Opfer des Faschismus“ verständigt hat: Seit dem Jahr 2002 befindet sich am Bahnhofsvorplatz das antifaschistische Mahnmal des Künstlers Heimo Zobernig. Der Künstler wählte die architektonische Form einer „Hütte“ aus Beton, bestehend aus einer Boden- sowie einer Deckenplatte, die von drei Pfeilern getragen wird. Auf der Unterseite der Dachplatte ist ein Erinnerungstext für die Opfer eingraviert. Die Beleuchtung soll verbessert werden, um das Mahnmal besser zur Geltung zu bringen. Darüber hinaus wird ein Infopult mit Erläuterungen  aufgestellt.

 

„Im Jahr 2015 wurden in dem Bereich darüber hinaus elf Stolpersteine und ein ‚Erklärungsstein‘ verlegt“,  erläutert Haller. Die Stolpersteine erinnern an die Opfer des NS-Terrors aus mehreren europäischen Ländern, die Zwangsarbeit für die Deutsche Reichsbahn zu leisten hatten und in Salzburg zu Tode gekommen waren.  

 
Der Bahnhofsvorplatz soll aber nicht nur neu gestaltet werden. „Ziel muss es sein, einen demokratischen Treffpunkt zu schaffen. Der Bereich rund um das Antifaschismusmahnmal sollte auch als Ort für Veranstaltungen mitgedacht werden“, regt KO Ingeborg Haller an. Das in Beton gegossene Gedenken an die Opfer der Nazi-Diktatur könnte nun endlich mit Leben gefüllt werden. Das Mahnmal eignet sich nicht nur für Gedenkfeiern oder als Treffpunkt bei Demonstrationen. „Die Konstruktion eines überdachten Raumes erleichtert es, das Denkmal auch für Theateraufführungen, Lesungen, Konzerte... zu nutzen“, ist Ingeborg Haller, KO  der Bürgerliste/DIE GRÜNE, überzeugt.