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am 29. November

Amadeus Horse Indoors: Bürgerliste kritisiert Vervierfachung der Fördersumme

Markus Grüner-Musil - Die Fördersumme für den kommenden Event ist nicht nachvollziehbar. Für die Förderung des Profisports braucht es Richtlinien.

Die Diskussion um die Förderungen im Sportbereich reißen nicht ab. Nach der umstrittenen Förderung der Flutlichtanlage des SAK für einen möglichen zukünftigen Profibetrieb (die Stadt wird dafür 650.000 Euro zur Verfügung stellen), liegt nun ein neuer Amtsbericht vor, der zeigt, wie intransparent die Sportförderung der Stadt aktuell ist.

Anlass diesmal:  Die Amadeus Horse Indoors. Dieser große Pferdesportevent, der Anfang Dezember im Messezentrum stattfindet, wurde 2018 aus dem Sportbudget mit 10.000 Euro gefördert. Für den heurigen Wettbewerb sehen Bürgermeister Preuner und der für Sport zuständige Vizebürgermeister Auinger eine Förderung von 40.000 Euro vor. In den Unterlagen findet sich allerdings keine Begründung für diese Erhöhung um das Vierfache. Auch die Subventionskontrolle hat gezeigt, dass die Fördersumme im letzten Jahr für die Veranstaltung angemessen war.

 

Positiv sehen die Bürgerliste/DIE GRÜNEN den Anteil der Nachwuchsförderung, die auch Teil dieser Großveranstaltung ist. „Es ist sicher gerechtfertigt, dass die Stadt hier eine Förderung vorsieht. Es ist allerdings nicht nachvollziehbar, warum diese Förderung nun von 10.000 Euro auf 40.000 Euro steigen soll“, sagt Gemeindeart Markus Grüner-Musil als Mitglied des Kultur-, Bildungs- und Sportausschusses der Stadt.

 

Die Veranstaltung selbst hat einen großen Schwerpunkt im Profisport und in der kommerziellen Vermarktung von Zubehör und Ausstattung. Es wird auch heuer ein beachtliches Preisgeld von 400.000 Euro ausgeschüttet, davon 210.000 Euro für den internationalen CSI Wettbewerb im Springreiten. Über den kommerziellen Messebetrieb erwarten die Veranstalter geplante Erlöse von 241.000 Euro.

 

„Grundsätzlich stehen wir erneut vor der Frage, wie wir mit Förderung von Profisport und kommerziellen Events im Sportbereich umgehen. Es fehlen hier nachvollziehbare Richtlinien und eine klare Strategie. Wir sollten die Priorität bei den vielen regionalen Sportvereinen setzen, die oft mit geringen Mitteln und viel ehrenamtlichem Engagement Sportangebote schaffen, vor allem für Kinder und Jugendliche. Eine Förderung dieser Größenordnung für einen, in wesentlichen Teilen, kommerziellen Großevent ist sportpolitisch das falsche Signal“, meint Grüner-Musil abschließend.