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am 5. Oktober

Bürgerliste fordert Gemeinderat in Gebärdensprache und leichter Sprache

Anna Schiester - Nach dem Land muss auch Stadt Salzburg weitere Schritte in Richtung Barrierefreiheit setzen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, politisch Teilhabe für alle Salzburger*innen zu ermöglichen.

Ab kommendem Mittwoch wird eine Dolmetscherin beziehungsweise ein Dolmetscher die Landtagssitzung aus dem Chiemseehof in Gebärdensprache übersetzen. Das neue Angebot für nicht-hörende und schwerhörende Menschen wird auch in den Live-Stream eingebunden und als Bild im Bild übertragen. Außerdem werden alle Tagesordnungen in „leicht lesbare Sprache“ übersetzt und im Internet publiziert. Bürgerlisten-Sozialsprecherin Anna Schiester begrüßt diesen wichtigen Schritt. Für die Vorsitzende des Sozialausschusses ist klar: Nun muss die Stadt nachziehen.

 

„Nach dem Land muss auch die Stadt Salzburg weitere Schritte in Richtung Barrierefreiheit setzen“, so Schiester. Dafür müssen auch in und um den Gemeinderat Zugangsbarrieren abgebaut und Unterstützungsangebote zur politischen Teilhabe ausgebaut werden. "Nichts über uns ohne uns: So lautet nicht umsonst der Leitsatz der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen. Sie sollen für sich selbst sprechen und selbst entscheiden können, wenn es um ihre Interessen geht. Politische Teilhabe sowie die Öffnung des Gemeinderats und der demokratischen Entscheidungsprozesse für wirklich alle Salzburger*innen müssen daher unsere erklärten Ziele sein“, so die Bürgerlisten-Sozialsprecherin.

 

Schiester erinnert in diesem Zusammenhang an den letzten Gemeinderat vom 16. September: Diese Sitzung war kein Ruhmesblatt in Sachen Barrierefreiheit, denn obwohl das Thema der Aktuellen Stunde „Umsetzung des EU-Etappenplans: Leben in der Stadt Salzburg für Menschen mit Behinderung“ lautete, wurde gerade einmal ein einziger Redebeitrag in Gebärdensprache gedolmetscht. „Barrierefreiheit sieht anders aus Die Bürgerliste fordert daher, dass in Zukunft die gesamte Gemeinderats-Sitzung in Gebärdensprache gedolmetscht und via Live-Stream übertragen wird. Außerdem muss zumindest die Tagesordnung in leichter Sprache bereitgestellt werden“, erklärt Anna Schiester, Sozialsprecherin der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, abschließend.