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am 4. November

Geht dem SAK das Licht aus?

Ingeborg Haller - KO Ingeborg Haller: „Bürgerliste spricht sich gegen die Finanzierung einer Flutlichtanlage für den Profifußball aus.“

Bekanntlich wurde über Veranlassung der Bürgerliste die Gebarung des Sportvereins SAK für die Jahre 2015 -2018 inklusive die Funktionstauglichkeit der Flutlichtanlage geprüft. Das Ergebnis: Nicht nur die Gebarung, sondern auch die Flutlichtanlage am SAK-Platz sind in Ordnung!

Im Kontrollamtsbericht ist auf Seite 19 ausgeführt: 

„Die Sportanlagen des SAK befinden sich auf dem Sportzentrum Salzburg-Mitte, das die Stadt im Jahr 2008 als Breitensportanlage errichtet hat. Bei der Übergabe wurde eine Beleuchtungsstärke von 394 lux gemessen, die nach heutigen Kriterien annähernd der Beleuchtungsstärke eines für die zweite Bundesliga tauglichen Flutlichtes entsprechen würde. Die erst zwölf Jahre alte Anlage samt dem Hauptspielfeld des SAK und der Flutlichtanlage ist für den Breitensport nach wie vor ausreichend und in einem voll funktionsfähigen Zustand. Aus Sicht der Stadt besteht kein Erneuerungsbedarf.
 
Die Bürgerliste steht klar zur Förderung des Breitensportes. Wir lehnen es jedoch ab, dass aus Steuermitteln Profifußball finanziert wird“, so GR Ingeborg Haller, Klubobfrau der Bürgerliste. Als Mitglied des Kontrollausschusses hat sie die Prüfung des SAK initiiert. „Obwohl keinerlei Konzept für den Ausbau eines bundesligatauglichen Stadions samt fernsehtauglichem Flutlicht vorliegt, hat die zuständige Abteilung MA 2 in den laufenden Budgetverhandlungen 650.000 Euro für eine fernsehtaugliche Flutlichtanlage angemeldet“, so Ingeborg Haller weiter. „Solange die Stadt Salzburg kein durchdachtes Sportstättenkonzept hat, werden wir einer solchen Investition, die quasi auf Zuruf des Vereins kommt, sicher nicht zustimmen“, stellt die Bürgerlisten-Klubobfrau klar.

Sollte der SAK tatsächlich den Aufstieg von der Regionalliga Salzburg in die zweite Bundesliga schaffen, dann stehen im Zentralraum Salzburg drei bundesligataugliche Stadien zur Verfügung. Das kategorische Nein des Vereins zur Anmietung eines dieser Stadien ist inakzeptabel. Außerdem ist es ohnehin fraglich, welche Heimspiele der SAK vonseiten der Bundesliga überhaupt in seinem „eigenen“ Stadion austragen darf. Für „Hochrisikospiele“ wie zB gegen den GAK oder Wacker Innsbruck wird der SAK ohnehin ein geeignetes Ersatzstadion benennen müssen.

Haller verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Diskussion rund um den Ausbau des Stadions der Austria Salzburg. Der Verein hat über eine MillionEuro aus Steuergeld für die Errichtung eines bundesligatauglichen Stadions inklusive Flutlichtanlage erhalten. Der Rest ist bekannt: Konkurs und Abstieg in die Regionalliga. 

„Wir, die Bürgerliste/DIE GRÜNEN, stehen zur Förderung des Breitensports. Den Wunsch des SAK, dem Verein den Einstieg in den „Profi-Fußballbetrieb“ zu ermöglichen, tragen wir nicht mit. Wenn die Stadt nicht in den Ausbau ihrer Breitensportanlagen investiert, sondern wie jetzt am SAK-Platz geplant in den Profisport, dann ist das die falsche Entscheidung. Dazu ist das Steuergeld einfach nicht da. Ein zweites Austria Salzburg Desaster ist vorprogrammiert“, so Haller abschließend.