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am 15. März

Planungskosten Obus-Remise: Bürgerliste stellt Kontrollamts-Bericht online

Ingeborg Haller - Bis zur Absage des Projekts durch die Salzburg AG sind Planungskosten von rund 3 Millionen Euro angefallen.

In der heutigen Sitzung des Kontrollausschusses wurde ein Bericht über die Kosten der Neubauplanung für die Obus-Remise am ehemaligen ASFINAG-Gelände in Liefering diskutiert. Bürgerlisten-Klubobfrau Ingeborg Haller hatte die Prüfung beantragt, nachdem bekannt geworden war, dass die Salzburg AG von dem Projekt aus Kostengründen Abstand nehmen wollte. Die Bürgerliste stellt nun auch den Prüfbericht auf ihrer Homepage zum Download zur Verfügung.

 

Geplant war die Übersiedelung der derzeitigen Remise an der Alpenstraße auf das frei gewordene ASFINAG-Gelände an der Autobahn. Rund 3 Millionen Euro hat die Salzburg AG bis zur Absage des Projekts in die Planungen für die neue Obus-Remise investiert. Trotz der Absage des Projekts bleibt sie weiterhin Eigentümerin des Geländes.  Geplant wurde im Zeitraum zwischen 2014 und 2019. Die stichprobenartige Rechnungsprüfung durch das Kontrollamt führte zu keinerlei Beanstandungen.

Dem abgesagten Projekt selbst stellt der Prüfbericht ein durchaus gutes Zeugnis aus. Demnach wäre für die neue Remise in Liefering mit Kosten von 88 Millionen Euro zu rechnen gewesen – 140 Millionen Euro mit der Errichtung eines ebenfalls angedachten Business-Centers. Ein Neubau der Remise am bestehenden Standort an der Alpenstraße würde laut Kontrollamts-Bericht etwa 94 Millionen Euro kosten, eine Generalsanierung immer noch rund 84,5 Millionen Euro.

Statt des Neubaus hat sich der Vorstand der Salzburg AG letztendlich dafür entschieden, die bestehende Obus-Remise trotz des beschränkten Platzangebotes für 6,5 Millionen Euro zu sanieren und den Weiterbetrieb so für die kommenden 10 Jahre zu sichern.

 

Durch die Einstellung des Projektes konnten in weiterer Folge auch die Pläne für die Errichtung von bis zu 150 Wohnungen neben der neu zu bauenden Remise, sowie weiterer Wohnungen auf dem dann freien Gelände an der Alpenstraße nicht weiterverfolgt werden. Insgesamt sind es somit an die 500 Wohnungen, die durch die Absage des Remisen-Projekts in Liefering nun nicht gebaut werden können.

„Rund drei Millionen Euro wurden für die Planung des Neubaus ausgegeben, doch letztendlich bleibt die Obus-Remise zumindest noch für weitere 10 Jahre an Ort und Stelle. Nach Absage des Projekts in Liefering entsteht der Eindruck, dass dieses Geld leider umsonst ausgegeben wurde“, erklärt Ingeborg Haller, Klubobfrau der Bürgerliste/DIE GRÜNEN.

 

Zahlreiche wichtige Fragen bleiben bis heute ungeklärt: „Was passiert nach Ablauf der zehnjährigen Betriebsgarantie für die Remise an der Alpenstraße? Wohin soll sich der Obus in der Stadt entwickeln und welche Rolle spielen die aktuellen technischen Entwicklungen?Es braucht jetzt schnell eine Diskussion: Wohin entwickelt sich der öffentliche Verkehr in unserer Stadt? Die Stadtregionalbahn wird nicht alle Probleme auf einmal lösen können“, stellt Haller abschließend klar.

 

Der Kontrollamtsbericht kann ab sofort auf der Homepage der Bürgerliste/DIE GRÜNEN nachgelesen werden: https://buergerliste.gruene.at/themen/demokratie/kontrollamtsbericht-obus-remise