gruene.at
Navigation:
am 27. November

Strafen und Vertreiben sind keine Lösung

Ingeborg Haller - Die Stadt Salzburg verhängt derzeit offenbar Geldstrafen gegen Notreisende, die im Volksgarten schlafen und als Schutz vor Kälte eine Plastikplane verwenden. Helfen statt Strafen wäre aber gerade in der Vorweihnachtszeit die Devise.

„Die Menschen von einem Ort zum nächsten zu vertreiben ist der falsche Weg, stellt Ingeborg Haller, GR der Bürgerliste, fest. „Außerdem sollten wir denen, die ohnehin nichts haben, nicht auch noch eine Geldstrafe aufbrummen. Sinnvoller wäre es, dass die Stadt gerade in den Wintermonaten Lösungen sucht, indem sie vorübergehend Schlafmöglichkeiten sowie verstärkte Sozialarbeit vor Ort anbietet.

Niemand sollte in den Wintermonaten im Park schlafen müssen. Das ist weder im Sinne der Menschen, die in der Nähe zum Volksgarten wohnen, noch im Sinne der Menschen, die kein Dach über den Kopf haben“, so die Ansicht Hallers.  

Wie die Plattform Menschenrechte bestätigt, bleibt die Zahl der Notreisenden in der Stadt mit 150 Menschen seit Jahren relativ konstant. Derzeit gibt es im Haus Franziskus aber nur 50 Schlafplätze für Notreisende. Die Bürgerliste hat bereits im Zuge der Einrichtung des Hauses Franziskus darauf hingewiesen, dass mindestens 100 Plätze benötigt werden. „Die Stadt sollte daher die Zahl der Schlafplätze dauerhaft aufstocken und auch die Sozialarbeit verstärken“, ist Haller der Ansicht.

 „Jetzt aber geht es darum, kurzfristige Lösungen zu finden. Es kann ja nicht sein, dass die Stadt es ausschließlich der Kirche und Privatinitiativen überlässt, dass diese Menschen eine Schlafstatt finden“, so die Gemeinderätin abschließend.