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am 31. Juli

EQUAL PENSION DAY: Bürgerliste fordert Ausbau der städtischen Kinderbetreuung

Ingeborg Haller, Anna Schiester - Gemeinderätin Anna Schiester fordert den Ausbau der städtischen Krabbelgruppenplätze. „Der Kampf gegen Altersarmut beginnt im aktiven Erwerbsleben.“

Der Equal Pension Day markiert jenen Tag, an dem Männer bereits so viel Pension bekommen haben, wie Frauen erst bis Jahresende erhalten haben werden. Er fällt in Salzburg auf den 30.Juli. Während Männer im Schnitt auf 27.800 Euro Pension jährlich kommen, erhalten Frauen nur 16.000 Euro. Damit erreichen sie nur 57 Prozent der Pensionsbezüge von Männern, d. h. es besteht ein Einkommensunterschied bzw. ein Gender Pension Gap von 43 Prozent.  „Während der Equal Pay Day, also der Tag, ab dem Frauen gratis arbeiten, ‚erst‘ im Oktober stattfindet, ist der Equal Pension Day schon Ende Juni erreicht. Das ist dramatisch!“, so Ingeborg Haller, KO der Bürgerliste / Die Grünen in der Stadt.

 

Die Gründe dafür sind vielseitig und offenkundig: „Teilzeitarbeit, eine Lohnschere von 22 Prozentzwischen Männern und Frauen bei den Vollzeitgehältern, fehlende Kinderbetreuungsplätze, unbezahlte Arbeit zum großen Teil in Frauenhand und die schlecht entlohnten „Frauenbranchen“, wie der Handel oder die Pflege“, erklärt die Bürgerlisten-Gemeinderätin Anna Schiester, die zugleich Sprecherin der Grünen Frauen ist. Sie fordert einen aktiven Beitrag der Stadt Salzburg zum Schließen der Pensionslücke.

 

 „Wie hoch die Pension ausfällt, ist auch u.a. maßgeblich davon abhängig, wer und wie lange man bei den Kindern zu Hause bleibt“, so Gemeinderätin Anna Schiester. Ein wirksamer Hebel gegen Frauenarmut sei daher der Ausbau von öffentlichen Kinderbetreuungsplätzen. Dazu müsse auch die Stadt Salzburg einen stärkeren Beitrag leisten. In der Stadt gibt es derzeit nur 24 (!) öffentliche Krabbelgruppenplätze, der Rest ist privat und entsprechend teuer. „Um Frauen die volle Erwerbstätigkeit zu ermöglichen, muss die Stadt mehr Geld in die Hand nehmen und Plätze ausbauen“, richtet Schiester ihre Forderung an den für Kinderbetreuung zuständigen Vize-Bgm. Bernhard Auinger (SPÖ) und Bürgermeister Harald Preuner.