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am 22. Dezember 2020

Nach jahrelangem Drängen der Bürgerliste: Magistrat legt erstmals seit 2014 einen aktuellen Ein­kommens­trans­parenz­bericht vor

Ingeborg Haller - Nur durch Transparenz lässt sich die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen schließen. Der Bericht muss ab jetzt jährlich vorgelegt werden.

Heute, Dienstag, wurde erstmals seit 2014 wieder einen Einkommenstransparenzbericht für die Mitarbeiter*innen des Magistrats vorgelegt. Damit wird nun endlich eine jahrelange Forderung der Bürgerliste/DIE GRÜNEN erfüllt. Zuletzt hatte Klubobfrau Ingeborg Haller vor genau einem Jahr, nämlich im Dezember 2019, einen entsprechenden Antrag gestellt.

 

„Die Schaffung von Einkommenstransparenz soll dazu beitragen, die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen zu schließen“, erklärt Haller. Das Gleichbehandlungsgesetz verpflichtet nur private Unternehmen. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass die Stadt Salzburg bzw. das Unternehmen Magistrat als öffentlicher Dienstgeber mit über 3000 Mitarbeiter*innen beispielgebend ebenfalls einen solchen Bericht erstellt. Nach jahrelangem Drängen bzw. über Antrag der Bürgerliste/DIE GRÜNEN wurde erstmals im Dezember 2014 ein Einkommenstransparenzbericht für die Mitarbeiter*innen des Magistrats vorgelegt. Dieser Bericht umfasste das Jahr 2012.

 

Diese erste Analyse der Einkommensverteilung zwischen Männern und Frauen im Magistrat Salzburg war ein positiver Schritt in Richtung Einkommenstransparenz. Damals fiel bereits auf, dass es auch im Unternehmen Magistrat Einkommensungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen gibt, denen unbedingt gegengesteuert werden muss. Ob und wie weit dieses Vorhaben gelungen ist, darauf soll der Einkommenstransparenzbericht 2019 nun endlich Antworten liefern. Es zeigt sich jedenfalls bereits, dass es im Magistratsdienst nach wie vor einen Gender Pay Gap gibt. Dieser hat seine Ursache vor allem darin, dass Frauen in Leitungsfunktionen im Magistrat nach wie vor stark unterrepräsentiert sind.

 

Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN begrüßen die Vorlage des aktuellen Berichts ausdrücklich, doch jetzt müssen weitere folgen: „Um die Entwicklung wirklich beurteilen und die richtigen Schritte für eine nachhaltige Einkommensgerechtigkeit im Magistrat setzen zu können, braucht es aber jährliche Berichte“, so Ingeborg Haller, Klubobfrau der Bürgerliste/DIE GRÜNEN. Der Einkommenstransparenzbericht des Magistrats kann ab sofort auf der Homepage der Bürgerliste unter folgendem Link nachgelesen werden: https://buergerliste.gruene.at/themen/frauen/einkommenstranzparenz-im-magistrat