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am 28. Jänner

Bürgerliste sieht Erfolg bei der Förderung der freien Tanzszene

Markus Grüner-Musil - Offen bleibt aber die Frage nach einem Probenhaus für die freie Szene

Der Kulturausschuss hat heute, Donnerstag, gleich eine ganze Reihe von wichtigen Kulturförderungen für das Jahr 2021 auf den Weg gebracht, unter anderem für Institutionen wie die Initiative Architektur, das Studio West oder auch das Zirkustrainingszentrum. Diese Institutionen können sich dank des heutigen Beschlusses auch weiterhin auf die Stadt als eine wichtige und gute Partnerin verlassen. Die Bürgerliste hat sich bei den Verhandlungen für das Budget 2021 insbesondere auch für eine angemessene Förderung im Bereich Tanz eingesetzt - mit Erfolg: Nach Jahren konnte erstmals die Förderung für das SEAD erhöht werden.

Die Salzburg Experimental Academy of Dance leistet hervorragende und international anerkannte Arbeit. Zwischen dem großen Renommee des SEAD weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus und der finanziellen Unterstützung durch die Stadt bestand in den letzten Jahren jedoch stets eine große Diskrepanz. Mit dem heutigen Beschluss im Kulturausschluss wird diese Lücke nun erstmals wieder ein Stück weit geschlossen: Die Mittelfristige Fördervereinbarung für das SEAD sieht für 2021 eine Förderung von 200.000 Euro vor, statt ursprünglich 178.500 Euro. Für 2022 ist eine Förderung von 204.000 Euro vorgesehen und für 2023 208.100 Euro.

„Wir haben uns bei den Budgetverhandlungen für eine angemessene Förderung für den Bereich Tanz und insbesondere das SEAD eingesetzt. Umso mehr freut es mich, dass der heute gefasste Beschluss die Arbeit der Salzburg Experimental Academy of Dance nicht nur endlich angemessen würdigt, sondern dem SEAD für die kommenden 3 Jahre auch eine Planungssicherheit ermöglicht“, erklärt Markus Grüner-Musil.

Eine 2 jährige Förderung wurde auch für die Editta Braun Company, die Laroque Dance Company von Helene Weinzierl, die Tanzimpulse, die Initiative tanz_house und die Urban Foundation beschlossen.

 

Freie Kultur benötigt dringend Raum zum Arbeiten und Proben

Der Kultursprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN begrüßt dezidiert die heute im Ausschuss auf den Weg gebrachten Förderungen. Grüner-Musil weist aber auch auf die immer noch prekäre Proben-Situation hin, mit der die freien Kunst- und Kulturschaffenden in Salzburg zu kämpfen haben. „Es ist wunderbar, dass die Stadt die Salzburger Kunst- und Kulturschaffenden und so viele wichtige Institutionen unterstützt – doch es bleibt die Frage, wo sollen sie arbeiten? Es gibt schließlich noch immer kein Probenhaus für die freie Kulturszene.“ Es sei beinahe zwei Jahre her, dass das Projekt Rauchmühle von Bürgermeister Harald Preuner versenkt wurde, erinnert der Bürgerlisten-Kultursprecher – doch noch immer wurden keine Pläne für ein neues Projekt bekanntgegeben. Offensichtlich können sich der Ressortchef und Bürgermeister Preuner nicht auf eine gemeinsame Vorgangsweise einigen. Zuletzt wurde ein Projekt in der Bachstraße thematisiert, allerdings scheint in den Unterlagen, die im Gestaltungsbeirat Ende 2020 vorgelegt wurden, keine kulturelle Nutzung geplant. Im Gestaltungsbeirat vom 27.1.2021 wurde das Thema kurzfristig von der Tagesordnung genommen.

„Ich erwarte vom Bürgermeister und Vize-Bürgermeister, dass sie endlich den Planungsstand offenlegen. Das Probenhaus für die freie Szene steht im Parteienübereinkommen, seit fast 2 Jahren bleibt ein gebrochenes Versprechen unbeantwortet“, meint Grüner-Musil abschließend.