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am 25. Februar

ÖVP hungert Stück für Stück Salzburgs Freie Kulturszene aus: Droht dem MARK das Aus?

Ingeborg Haller - Es ist inakzeptabel, wenn die ÖVP nicht mehr zu aufrechten Budgetbeschlüssen steht. Bürgermeister Preuner muss sich endlich klar zu Salzburgs freier Kulturszene bekennen. Wir brauchen diese vielfältige Kultur in den Stadtteilen.“

Was mit dem Aus für das offene Kreativzentrum in der Rauchmühle begonnen und sich bei den Verhandlungen zum Budget 2020 weiter verdichtet hat, wird nun endgültig zur traurigen Realität: Die ÖVP setzt einen weiteren Schnitt in Salzburgs freier Kulturszene. Zuletzt bekam das Festival „Take The A-Train“ den neuen Kurs zu spüren, und jetzt ist Salzburgs ältestes Jugendkulturzentrum an der Reihe: Trotz eines aufrechten Budgetbeschlusses stellen Schwarz und Blau heute im Stadtsenat die bereits zugesagte Förderung für das MARK einmal mehr in Frage. Mit einem Zusatzantrag haben sie - anstelle die Förderung zu beschließen - den Akt zurück ans Amt geschickt. Der Bürgermeister musste dirimieren.

 

Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN warnen seit längerem vor dieser Entwicklung, doch inzwischen ist es offensichtlich: Der Freien Kulturszene weht unter Bürgermeister Harald Preuner und einer Stadt-ÖVP ein rauer Wind entgegen. „Wir haben ja bereits beim Stadtbudget 2020 auch deswegen nicht mitgestimmt, weil ohne finanzielle Notwendigkeit Kürzungen im Kulturbereich getroffen wurden - etwa die Kürzungen für den Dachverband der Salzburger Kulturstätten. Das war schon ein Vorgeschmack und ein Signal der ÖVP“, erklärt Ingeborg Haller. „Ein Kurs, den die Bürgerliste nicht mitträgt, weil die freie Kulturszene ein essentieller Bestandteil der Kulturstadt Salzburg ist“, stellt die Klubobfrau der Bürgerliste/DIE GRÜNEN abschließend klar.