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am 17. Mai

Preuner und Auinger versenken das offene Kreativzentrum Rauchmühle!

Markus Grüner-Musil - Neue Kostenschätzung als Grund für Absage des zukunftsweisenden Projektes für Kunst- Kultur und Kreativwirtschaft.

ÖVP und SPÖ haben heute, Freitag, das Projekt „Offenes Kreativzentrum Rauchmühle“ versenkt. Als „offiziellen“ Grund für das Aus nennen Bürgermeister Preuner und der für Kultur zuständige Vizebürgermeister Auinger eine neue Kostenschätzung. Beide haben sich noch vor wenigen Tagen mit ihrer Unterschrift des Parteienübereinkommens dazu bekannt, das Projekt Rauchmühle umzusetzen – nach einer konstruktiven Lösung wollen sie nun nicht mehr suchen.  

„Wir bedauern es sehr, dass dieses Projekt kurzerhand gestrichen wird. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN verstehen die Problematik der Finanzierung. Es braucht jetzt gemeinsame Lösungen und Kompromisse, sowohl was das Gebäude betrifft als auch die Nutzungen“, erklärt Markus Grüner Musil, Kultursprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN.

 

Bernhard Auinger muss jetzt Lösungen liefern!

Musik, Theater und Tanz brauchen dringend Raum für Proben und Produktionen. Seit 2014 wird der freien professionellen Kulturszene im Theater- und Tanzbereich (aktueller Bedarf: 44 Gruppen und Kompanien), aber auch renommierten Einrichtungen der Musik wie u.a. dem Salzburger Bachchor, der jungen Philharmonie oder dem Salzburger Chorverband eine Lösung in Aussicht gestellt. Der dringende Bedarf an Probenräumen für Initiativen der freien Szene, speziell für Tanz, Theater und Chöre wird auch ausdrücklich im gültigen Kulturleitbild der Stadt Salzburg zum Ausdruck gebracht. Das Kreativzentrum Rauchmühle war und ist die einzige Perspektive um dieses dringende Problem zu lösen. 

Mit dem drohenden Aus für die Rauchmühle sieht Bürgerlisten-Kultursprecher nun vor allem den ressortzuständigen SPÖ-Vizebürgermeister in der Pflicht: „Sollte die Stadt nun tatsächlich dieses außergewöhnlich kluge und zukunftsweisende Projekt fallen lassen, ist vor allem Bernhard Auinger als Leiter der Kulturressorts gefordert, schnellst möglich Alternativen zu präsentieren, um diesem langjährigen kulturpolitischen Missstand ein Ende zu bereiten.“

 

Das Herz der Rauchmühle muss erhalten bleiben!

​Projektbetreiber Prisma hat angekündigt, die Rauchmühle nun eigenständig in Richtung Startups und Kreativwirtschaft weiter entwickeln zu wollen. „Wie auch immer die Entscheidung des Gemeinderates am Ende ausfallen wird, für uns ist klar: Das Herz der Rauchmühle muss in seiner Substanz erhalten bleiben und als offenes Stadtzentrum genutzt werden“, so Markus Grüner-Musil. Das Bauwerk bildet ein einzigartiges Ensemble - aus alter Mühle und altem Silo - mit einer zentralen gestalterischen Funktion für das Gesamtareal Rauchmühle und den Stadtteil Lehen. „Die Stadt muss sicherstellen, dass eine andere Nutzung als das ‚Offene Kreativzentrum Rauchmühle‘ nur unter der Bedingung erfolgt, dass dieses einzigartige Bauwerk in seiner Charakteristik erhalten bleibt“, stellt der Gemeinderat der Bürgerliste/DIE GRÜNEN klar. 
 

Die Entwicklungen rund um das Projekt Rauchmühle werfen für Markus Grüner-Musil gleich eine ganze Reihe von Fragen auf:

  • Seit wann wissen Bgm. Preuner und sein Vize Auinger von dieser Kostensteigerung? Wurden diese Informationen absichtlich, seit einem nicht ausgelaufenen Amtsbericht im Oktober 2018, zurückgehalten um keine Diskussion im Wahlkampf aufkommen zu lassen?

  • Haben ÖVP und SPÖ die Mehrkosten selbst mitverschuldet? Alleine die Mehrkosten aufgrund des verzögerten Baubeginns und der Forcierung der Baustellenlogistik belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro.

  • Warum wurde bei den Parteienverhandlungen Ende April seitens der ÖVP und der SPÖ so dringend ein neues „Nutzungskonzept“ eingefordert? Am 6. Mai haben Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP), Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ), und Stadträtin Martina Berthold (Bürgerliste/DIE GRÜNEN) das Parteienübereinkommen für die neue Funktionsperiode unterschrieben. Am 8. Mai wurde der neue Gemeinderat konstituiert, und das Übereinkommen damit in Kraft gesetzt. Darin ist ganz klar festgehalten: Das „Kreativzentrum Rauchmühle“ wird mit dem überarbeiteten Nutzungskonzept umgesetzt. Neben offenen Proberäumen für Kulturschaffende und dem Quartier für den Bachchor wird ein Schwerpunkt auf Start-Ups gesetzt.
    Hatten sich zu diesem Zeitpunkt beide Parteien bereits entschieden, die Rauchmühle als offenes Kreativzentrum zu versenken? Brechen nun beide Partner in der Stadtregierung die Vereinbarung die Proben- und Produktionsräume in einem neuen Nutzungskonzept unangetastet zu lassen?

  • Welche Absprachen gibt es mit der Firma Prisma zum gescheiterten Ankauf und der Nutzung der „alten Mühle“? Werden nun private Investoren dieses Objekt gewinnbringend für neue Wirtschaftsbereiche nutzen während die Kunst- und Kulturschaffenden weiter im Regen stehen?

„Wir fordern, dass sich alle Beteiligten wieder an einen Tisch setzen und gemeinsam an einer konstruktiven Lösung arbeiten“, stellt Markus Grüner-Musil, Kultursprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, abschließend klar.