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am 28. April

Preuners Umgang mit der Kultur in der Corona-Krise ist skandalös

Markus Grüner-Musil - Nach Covid-19 bedingten Absagen bleiben Veranstalter nun auf den Kosten sitzen - Bürgermeister fordert trotzdem Gelder zurück.

Bis in den Sommer und oftmals darüber hinaus bleiben Theater, Konzertbühnen und Kulturzentren geschlossen, die Covid-19 Krise trifft die Menschen in der Kultur am längsten. Viele Veranstaltungen sind zum Jahresende hin oder auf 2021 verschoben worden, einige mussten aber auch ersatzlos abgesagt werden. Für diese abgesagten Veranstaltungen müssen nun die Förderungen der Stadt Salzburg zurückgezahlt werden, wenn es nach Bgm. Preuner (ÖVP) geht.

„Die Vorgangsweise kann nur der Ahnungslosigkeit geschuldet sein, die der Bürgermeister hat, wenn es um Kunst&Kultur geht", sagt der Kultursprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN im Salzburger Gemeinderat. „Eine Veranstaltung braucht viel Arbeit im Vorfeld, künstlerisch und organisatorisch. Ebenso ist eine Absage mit viel Arbeitsaufwand (Bsp. Ticket-Storno) und auch angefallenen Kosten (Miete, Werbung, künstlerische Vorleistungen, etc.) verbunden. Wenn diese Leistungen nun nicht mit der Förderung abgerechnet werden können, wird die Kultur doppelt in Mitleidenschaft gezogen: Erst durch die Covid-19 bedingte Absage, dann durch den Bürgermeister der Kulturstadt Salzburg."

Die Rückzahlung der Förderung würde bedeuten, dass die Veranstalter und Projektbetreiber auf den angefallenen Kosten sitzen bleiben, denn mit der Absage entfallen Eintrittsgelder und Sponsorengelder. Bund und Land haben daher die Abrechnung der Vorleistungen und der durch Absagen bedingten Kosten mit der Förderung ermöglicht. Bürgermeister Preuner aber ist uneinsichtig und wohl auch unwissend, anders lässt sich die unterlassen Hilfeleistung wohl kaum erklären.

„Die Vorgangsweise ist destruktiv und praxisfern, obwohl gerade in der Covid-19 Krise Hilfe und Unterstützung das Gebot der Stunde sind", meint Grüner-Musil, der selbst mehr als ein Jahrzehnt lang als Kultur-Veranstalter in der Stadt Salzburg tätig war.