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am 4. März

Salzburg braucht eine starke Stimme für die Kultur

Bürgerliste / DIE GRÜNEN - Bürgerliste unterstützt Kulturschaffende und fordert mehr Qualität in der Kulturpolitik


Bei den anstehenden Wahlen zum Salzburger Gemeinderat geht es um Vieles: Denn bei aller Aufregung um den Verkehr entschiedet der Gemeinderat in den nächsten fünf Jahren auch über viele andere wichtige politische Bereiche, auch über die Zukunft der Kultur.

Salzburg ist zweifellos eine Kulturstadt, nicht zuletzt lebt unsere Stadt auch von diesem Image. Allerdings gibt es große Unterschiede, welchen Stellenwert Kunst und Kultur auch in Zukunft haben sollen. Soll Kultur nur ein Image sein, oder tatsächlich ein wesentlicher Bestandteil für die Lebensqualität der Salzburgerinnen und Salzburger? 

Die Bürgerliste war in den letzten Jahren immer ein aktiver Partner für eine starke, eigenständige Kulturszene. Wie heute (3.3.2019) vom Dachverband der Salzburger Kulturstätten veröffentlicht, hat die Bürgerliste in allen Abstimmungen in den letzten Jahren im Gemeinderat und im Kulturausschuss besonders die freie Szene unterstützt, oftmals gegen starke Angriffe von FPÖ und ÖVP. Gerade das Zustandekommen des Kulturbudgets 2019 hat gezeigt wie sehr FPÖ, ÖVP aber auch die NEOS eine aggressive Sparpolitik im Kulturbereich vorantreiben, wie sehr freie und zeitgenössische Kultur nach der Wahl unter Druck geraten könnten.

Nach der Wahl wird mit Markus Grüner-Musil, ehemaliger Leiter der ARGEkultur, ein erfahrener Kulturexperte die Bürgerliste im Gemeinderat vertreten und gemeinsam mit Bürgermeisterkandidatin Martina Berthold und dem neuen Team der Bürgerliste maßgeblich dafür arbeiten, die Kulturstadt Salzburg nicht nur zu erhalten, sondern wesentlich weiter zu entwickeln. 

Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN stehen auch in Zukunft für kulturelle Vielfalt ein und setzen sich ein für die partnerschaftliche Weiterentwicklung bestehender Kultureinrichtungen, die Förderung innovativer Ansätze sowie neue Kunstformen. Wir bekennen uns zu einer öffentlichen Kultur, die der Qualität, der Innovation und dem Dialog verpflichtet ist und nicht dem Markt und Quotendenken.

Salzburg ist eine Kulturstadt, in der Hoch-, Populär- und Subkultur gleichberechtigt Platz haben müssen. Die unterschiedlichen Kulturen machen Salzburg zu einer lebenswerten, weltoffenen Stadt. Alle SalzburgerInnen sollen das einzigartige Kulturangebot nutzen und mitgestalten können. Denn: Künstlerisches Schaffen und gemeinsame kulturelle Teilhabe sind der Schlüssel für eine Gesellschaft, die das Verbindende vor das Trennende stellt.

 

Folgende Positionen wird die Bürgerliste im neuen Gemeinderat vertreten: 

• Salzburg braucht ein ausreichendes und angemessenes Kulturbudget, das der Bedeutung der Kultur in unserer Stadt entspricht und ausgewogen aufgeteilt wird auf die gebundenen Förderungen der sogenannten Hochkultur sowie die mittelfristigen und freien Förderungen. Wir fordern eine regelmäßige Indexanpassung aller drei Förderbereiche. Wir setzen uns ein für eine substanzielle Erhöhung des freien Förderbudgets und damit für eine gerechte Entlohnung der Kunstschaffenden.

Kulturpolitik muss in die Stadtentwicklung integriert werden. Daher setzen wir uns dafür ein, dass Stadtteilkulturzentren aufgebaut, und in Wohnquartieren gemeinschaftliche Kreativräume und soziokulturelle Treffpunkte eingeplant werden.  Der öffentliche Raum in unserer Stadt soll auch für die zeitgenössische Kunst und Kultur geöffnet werden. Wir wollen nicht-kommerzielle Kunst und Kulturformen – kostenlose Konzerte, Lesungen, Performances – unterstützen.

• Wir fordern Jugendkultur als neuen Förderschwerpunkt. Kinder und Jugendliche, unabhängig von Herkunft und sozialem Status, sollen die Möglichkeit haben, selbst künstlerisch tätig zu werden und die kulturellen Angebote der Stadt kostengünstig zu nutzen. Zeitgenössisches Kunst- und Kulturschaffen braucht Freiräume und Entwicklungsmöglichkeiten. Wir fordern endlich eine Spielstätte für zeitgenössisches Kinder- und Jugendtheater, neue Freiräume für Jugendkultur und unterstützen die Anmietung von Probenräumen im Rahmen der Subventionsvergabe. 

Der Bau eines eigenenFotomuseums, das nur den Bestand der Bundessammlung zum Ausstellungszweck hat, ist für uns keine sinnvolle Maßnahme. Diese Sammlung sollte in aufgewerteter Form vom Museum der Moderne verantwortet werden, um der zeitgenössischen bildenden Kunst eine umfassende Positionierung zu ermöglichen. Die Idee eines Zentrums für visuelle und digitale Kunstformen unterstützen wir aber und erwarten eine gemeinsame Konzeption aus den Kulturressorts von Stadt und Land in Zusammenarbeit mit den bestehenden Initiativen. Wir unterstützen besonders Maßnahmen zur Digitalisierung, wie sie im Kulturleitbild der Stadt eingefordert, aber - seit 2014 - unbeachtet sind. Wir fordern daher die Zusammenarbeit aller Institutionen in Salzburg um den Fotobestand zu digitalisieren und damit möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

• Ebenso fordern wir endlich die Neukonzeption eines Stadtmagazins, wie es seit 2104 im Kulturleitbild verankert ist. Dieses sollte sowohl digital als auch gedruckt erscheinen, Einheimischen und Gästen eine verbesserte Orientierung ermöglichen und damit eine Aufwertung der kulturellen Angebote bewirken. 

• Wir setzen uns für die räumliche und inhaltliche Neupositionierung des Filmkulturzentrums DAS KINO ein. Die Salzburger Film- und Medienlandschaft soll finanziell und strukturell wesentlich gestärkt werden. 

• Wir stehen zu neuen musikalischen Initiativen und innovativen Musikproduktionen sowie ausreichend leistbarem Musikunterricht für Kinder und Jugendliche in Salzburg. 

• Kunst und Kultur sind in vielen Bereichen noch von traditionellen Rollenbildern geprägt, auch die Führung der kulturellen Einrichtungen. Wir unterstützen Maßnahmen zur gezielten Förderung von künstlerischen und kulturellen Projekten von und für Frauen sowie von Frauen in Führungspositionen in städtischen Kunst- und Kultureinrichtungen.