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am 13. Mai

Tourismus in der Corona-Krise: ÖVP und SPÖ verschließen die Augen

Markus Grüner-Musil - Markus Grüner-Musil: „Ein Tourismusleitbild ohne die aktuellen Entwicklungen zu beschließen ist Realitätsverweigerung“

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise ist der Gemeinderat der Stadt Salzburg heute im Kongresshaus wieder zu einer Sitzung zusammengekommen. Besonders intensiv wurde dabei das neue Tourismus-Leitbild „salzburg 2025“ diskutiert. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN haben klargestellt, dass ein Leitbild, das mit keinem Wort auf die aktuelle Krise eingeht, nicht vollständig sein kann und eine entsprechende Ergänzung durch die Salzburger Tourismusgesellschaft TSG angeregt.

 

„Wir müssen jetzt unsere kleinen und mittleren Betriebe - und damit auch die zahlreichen Arbeitsplätze - schützen. Dazu braucht es eine Anpassung der Tourismusstrategie, denn ohne die Unterstützung der Stadt werden viele in den nächsten Monaten das Handtuch werfen“, erklärt Gemeinderat Markus Grüner-Musil. Einen entsprechenden Antrag der Bürgerliste, der gemeinsam mit der FPÖ eingebracht, und der auch von den Neos unterstütz wurde, hat Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) jedoch mit Hilfe der SPÖ einfach vom Tisch gewischt. „Der Bürgermeister lehnt es ab, im Tourismusleitbild der Stadt auf die Corona-Krise einzugehen, er lehnt es ab, gemeinsam entsprechende Gegenstrategien zu entwickeln und er lehnt es ab, das Tourismusleitbild der Stadt laufend an die neuen Herausforderungen anzupassen. Mit dieser starren Haltung ist niemandem geholfen – schon gar nicht den Unternehmer*innen und den Beschäftigten im Salzburger Tourismus.“

 

Um rasch und unkompliziert helfen zu können, hat die Bürgerliste heute ein Hilfspaket für den Salzburger Tourismus vorgeschlagen. Vor allem die ÖVP wollte davon aber nichts wissen. Stattessen beharren Bürgermeister Preuner und sein Klubobmann Christoph Fuchs darauf, ein Papier zu beschließen, dass wieder die Anforderungen an ein modernes Leitbild erfüllt, noch auf die aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie eingeht. Wir können jetzt nicht weitermachen wie bisher, weder in der Krise noch in der Zeit danach. Der Overtourism der letzten Jahre hat viele Fehlentwicklungen aufgeworfen. Die nächsten Monate müssen genutzt werden um diese Fehlwicklungen zu korrigieren um einen anderen, besseren und klimafreundlicheren Tourismus in Zukunft zu ermöglichen, so der Tourismussprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN abschließend.