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am 18. Juli

Bürgerliste fordert Altstadt-Nutzung mit Konzept!

Markus Grüner-Musil - Was soll im Herzen unserer Stadt stattfinden und was nicht? GR Markus Grüner Musil fordert klare Kriterien für Veranstaltungen in der Salzburger Altstadt.

Ein Umdenken in der Nutzung der Altstadt fordert die Bürgerliste und bringt dazu einen Antrag im morgigen Kulturausschuss ein. Im Mittelpunkt stehen dabei die Plätze der Altstadt und Ihre Nutzung für zahlreiche Events und Großveranstaltungen. Das verträgliche Maß ist dabei längst überschritten, besonders die Bewohnerinnen und Bewohner müssen mit massiven Einschränkungen leben und auch die Plätze selbst leiden unter der intensiven Nutzung.

„Es ist zu viel!“, stellt Bürgerlisten-Gemeinderat Markus Grüner-Musil klar. „Belebung der Altstadt heißt für uns nicht ein mehr an Events und Massen von Tagestouristen. Unter Belebung verstehen wir Lebensqualität: attraktive ganzjährige Angebote für die Bürgerinnen und Bürger, Orte zum Verweilen, Orte zum Flanieren, Reaktivierung des Wohnraums in der Altstadt und Stärkung von kleineren lokalen Unternehmen.“

Das UNESCO Welterbe verpflichtet uns nicht die Stadt zu einem Freilichtmuseum zu machen, sondern die Altstadt als Lebensraum zu nutzen; ein Lebensraum der den baulichen und räumlichen Gegebenheiten entspricht, der aber vor allem den Bedürfnissen seiner Einwohnerinnen und Einwohner zu Gute kommt.

Bürgermeister Harald Preuner hat bereits medial angekündigt, die Nutzung der Altstadtplätze zurückfahren zu wollen – ein Schritt, den die Bürgerliste sehr begrüßt. Doch nun müssen den Worten auch Taten folgen. Wie viele Veranstaltungen soll es in Zukunft geben und welcher Art sollten sie sein? „Der Regelfall muss sein, dass die Plätze nicht bespielt werden, also mindestens die Hälfte des Jahres.“ Die Plätze der Altstadt sollten verstärkt der ganzjährigen Nutzung gewidmet werden, die architektonischen und räumlichen Gegebenheiten müssen ein Verweilen ermöglichen, frei von kommerzieller Nutzung. Ebenso müssen klimarelevanten Maßnahmen bei der Platzgestaltung stärkere Priorität eingeräumt werden, als der Schaffung von ungeschützten Freiflächen für Großveranstaltungen.

Der Kultur- und Tourismussprecher der Bürgerliste wird daher im morgigen Kulturausschuss einen Antrag stellen: Die Planungsabteilung (MA 5/00) wird ersucht, ein verbindliches Nutzungskonzept für die öffentlichen Plätze der Altstadt zu erstellen. Außerdem soll ein transparenter Veranstaltungskalender erarbeitet werden, mit dem Veranstaltungen auf den Plätzen der Altstadt besser abgestimmt werden können.

„Der einzig existierende Entwurf eines Nutzungskonzeptes für die Salzburger Altstadtplätze ist 17 Jahre alt. Bis heute hat er es nicht in den Gemeinderat geschafft“, erklärt Markus Grüner-Musil. „Es ist höchste Zeit, dass wir diese Konzeptlosigkeit beenden“, so der Gemeinderat der Bürgerliste/DIE GRÜNEN abschließend.