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am 6. Mai

Bürgerliste fordert Zukunftskonzept für den Neustart des Salzburger Flughafens

Bernhard Carl - Der Salzburg Airport nimmt den Linienbetrieb wieder auf, ein „Weiter wie bisher“ kann es nach der Krise aber nicht geben. Insbesondere Kurzstrecken und „Billigflieger“ sollten in Zukunft keine Bestandteile eines tragfähigen Flughafen-Konzeptes mehr sein.

Nach vier Wochen will der Salzburger Flughafen nun den Linienbetrieb wieder aufnehmen, vom Normalbetrieb ist man jedoch noch weit entfernt. Spätestens jetzt ist es also höchste Zeit, sich Gedanken über die zukünftige Ausrichtung des Airports nach der Covid-Krise Gedanken zu machen. Ein „Weiter wie bisher“ kann und wird es dabei nicht geben – wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise aber nicht zuletzt auch wegen der Gesundheit der Salzburgerinnen Salzburger und wegen des Klimaschutzes. Gemeinderat Bernhard Carl, Gesundheitssprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, schlägt daher einmal mehr die Ausarbeitung eines Zukunftskonzepts für den Neustart des Salzburger Flughafens vor.

 

Der Airport wird auch nach der Krise ein wichtiger Baustein für die Attraktivität Salzburgs als Wirtschaftsstandort sein. Aus Sicht der Bürgerliste sollte der Salzburger Flughafen in Zukunft keine Kurzstrecken mehr bedienen und insbesondere keine innerösterreichischen. „Flüge wie Salzburg-Wien oder Salzburg-München sind wirtschaftlich und aus Sicht des Klimaschutzes nicht länger zu argumentieren. Diese Strecken können mindestens genauso effizient per Bahn zurückgelegt werden – mit dem Unterschied, dass die Gesundheit der Menschen und das Klima geschützt werden“, erklärt Carl.

 

Immer deutlicher zeigt sich auch, dass die sogenannten Lowcost-Carrier, also „Billigflieger“, in Zukunft kein geeigneter Bestandteil mehr für ein tragfähiges Flughafen-Konzept sein werden. „Einerseits sind die Billig-Fluglinien derzeit besonders von den wirtschaftlichen Turbulenzen durch Covid betroffen, andererseits leiden die Salzburgerinnen und Salzburger insbesondere während der Stoßzeiten durch die hohe Lärmbelastung. Lärm macht krank, das ist erwiesen.“

 

Der Neustart am Flughafen ist indes nicht nur in Salzburg ein Thema. Auch der seit kurzem neu im Amt befindliche Freilassinger Bürgermeister Markus Hiebl hat sich diesbezüglich bereits zu Wort gemeldet. Er bringt zusätzlich eine Reduktion bei den Sportfliegern ins Spiel und kündigt an, man müsse in Sachen Neustart nun aufeinander zugehen.

 

„Der Neustart am Airport steht bevor. Jetzt ist es die beste Gelegenheit, endlich ein tragfähiges Zukunftskonzept für den Salzburger Flughafen zu erarbeiten. Es muss beides möglich sein: Die Gesundheit der Menschen und unser Klima zu schützen und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Salzburg durch diese wichtige Drehscheibe zu unterstützen. Für Kurzstrecken – insbesondere innerhalb Österreichs – und Preisschlachten zwischen den Billig-Fliegern scheint die Zeit jedoch abgelaufen“, so Gemeinderat Bernhard Carl abschließend.