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am 22. Juli

Eislaufen im Volksgartenbad – ein Zukunftsmodell?

Ingeborg Haller - Vizebürgermeister Bernhard Auinger hat mitten im Sommer seine Vorstellungen vom zukünf-tigen Eislaufen im Volksgartenbad präsentiert. Das Projekt wurde erst kürzlich im Bauaus-schuss gegen die Stimmen der Bürgerliste/DIE GRÜNEN beschlossen. Als Vorbild dient der mobile „Wiener Eistraum“, der in der letzten Wintersaison aufgrund der milden Temperaturen nur zeitweise in Betrieb war.

Satte 550 000 Euro kostet das Projekt. Die damit verbundenen Energie- und Betriebskosten noch nicht mit eingerechnet. Immerhin wird der Energieverbrauch der dritten Eislauffläche mit 98.000 kWh für 90 Tage angegeben. Dazu kommen noch die Rasenflächen im Volksgartenbad, die der Eislauffläche zum Opfer fallen und wahrscheinlich jährlich erneuert werden müssen.

Umweltverträgliches zukunftsfähiges Eislaufen sieht anders aus“, ist Ingeborg Haller, KO der Bürgerliste/DIE GRÜNEN überzeugt. Sie hält das Projekt für wenig durchdacht und vermisst ein ökologisches Energiekonzept. „Auch wenn wir noch so viel Energie in eine künstliche Eisfläche hineinpumpen , wird sich der Winterzauber bei den immer höheren Temperaturen im Winter nicht so einfach einstellen“, ist Haller überzeugt.

Es ist unbestritten, dass in der Eishalle im Volksgarten ein sehr großer Andrang besteht und der Publikumslauf zugunsten der Vereine, insbesondere von Red Bull stark zurückgedrängt wurde. „Die heute vorgestellte mobile Eisfläche im Areal des Volksgartenbades ist maximal eine Übergangslösung, die wenig ökologisch ist und viel Geld kostet“, meint Haller.

Die dritte temporäre Eislauffläche für den Publikumslauf wird die steigende Nachfrage nach Eiszeiten für Sport und Freizeit nicht dauerhaft lösen. „Vielmehr braucht es anstelle eines Stückwerkes, eine Idee, wie die Zukunft des Eislaufsportes in der Stadt aussehen kann“, so Haller weiter.Bei diesen Überlegungen müssen auch die Vereine, wie beispielsweise Red Bull und seine Mannschaften miteinbezogen werden und ihren Beitrag leisten“, erklärt Ingeborg Haller, Klubobfrau der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, denn Bandenwerbung und die Anmietung der dritten Eisfläche für Events als Kostenbeteiligung wird wohl auf Dauer nicht ausreichen.