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am 9. März

Erneutes Gaisberg-Chaos: Bürgerliste fordert Auffahrt nur noch für Busse und Anrainer

Lukas Uitz - GR Lukas Uitz setzt sich für weitgreifendere Maßnahmen zur Entlastung des Gaisbergs ein. Der Salzburger Hausberg war trotz guten Busangebots auch diesen Sonntag hoffnungslos mit PKW überfüllt. Bgm. Preuner bleibt einiges schuldig.

Auch an diesem Wochenende haben sich wieder hunderte Salzburgerinnen und Salzburger für einen Ausflug auf den Gaisberg entschieden. Viele von ihnen nutzten dabei den Gaisbergbus. An schönen Wochenende im Februar und März bringt einen dieser für günstige 1,90 alle 45 Minuten auf die Spitze des Salzburger Hausbergs und wieder retour. 

Doch offenbar führt auch dieses Angeobt nicht zum gewünschten Erfolg. „Ein Busshuttle scheint für viele keine Alternative zu sein, solange sie gleichzeitig auch gratis mit dem Auto fahren und parken können. Daran hat auch der verbesserte Takt und Preis nicht viel geändert“, bringt GR Lukas Uitz von der Bürgerliste/DIE GRÜNEN das Problem auf den Punkt. Er hat sich selbst am Sonntag in den Bus gesetzt und sich ein Bild von der Situation am Gipfel gemacht. „Es ist absurd! Die Leute im Auto geben sich zum Teil gegenseitig die Schuld. Sie regen sich auf, dass auch so viele andere mit dem Auto gekommen sind und alles blockieren“, beschreibt Uitz das kollektive Kopfschütteln.

Öffi-Ausbau zu wenig - Individualverkehr effektiv eindämmen

Der Verkehrssprecher der Bürgerliste spricht sich klar für eine Zufahrtsregelung am Gaisberg aus. „Derzeit haben wir keine Lösung. Jeder darf wie er will und deshalb kommen viele mit dem Auto und erzeugen die wöchentliche Blechlawine. Die Situation ist für keinen wirklich befriedigend. Das Auto ist ein massiver Störfaktor im Naherholungsgebiet am Gaisberg. Ein verkehrsberuhigter Gaisberg ist längst überfällig. Das können wir sofort umsetzen“, so Uitz, der als ersten Schritt einen autofreien Gaisberg bei Schönwetter ab der Zistelalm fordert. Er mahnt zudem nach Jahrzehnten des Zuschauens in Sachen Gaisberg ein Umdenken ein. Ein großer Teil der BesucherInnen komme bereits jetzt autofrei mit dem Bus, zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Berg.„Die Zukunft der Gaisbergspitze kann für mich nur autofrei sein“, so Uitz.

Maut als effektives Mittel sinnvoll

Mittelfristig spricht sich Uitz für eine Gaisbergmaut ähnlich jener auf Trattberg, Rossfeld, Spielberg oder Postalm aus. Diese hätte einen eindeutigen Lenkungseffekt. Mit den Einnahmen könnte man zudem einen gratis Busshuttle anbieten und den Gaisberg für die SalzburgerInnen attraktiv erreichbar halten. So hätte jeder etwas davon.

Guggenthal-Sperre wird nicht umgesetzt

Verärgert zeigt sich Uitz darüber, dass die von Bürgermeister Harald Preuner bei Überlastung angekündigte Sperre in Guggenthal auch dieses Wochenende nicht stattgefunden. „Die Polizei kontrolliert seit Jahren nur halbherzig und wenn dann erst, wenn bereits alles verstopft ist. Es ist offenkundig, dass die Kontrolle hier nicht funktioniert. Wir brauchen endlich effektivere Maßnahmen“, so Uitz abschließend.