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am 22. August

Klimaschutz jetzt! Garagenausbau ist gegen jede Vernunft

Martina Berthold - "Weiterhin entschieden gegen den Ausbau der Mönchsberggarage!"

Heute wurde eine nächste Entscheidung für das umstrittene Bauprojekt im Herzen der Stadt bekannt. Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass es keine Umweltverträglichkeitsprüfung für den Ausbau der Mönchsberggarage braucht: 

„Diese Entscheidung des Gerichts ist ein Rückschlag für den Klimaschutz in unserer Stadt. Umso entschiedener bleiben wir bei unserem Einsatz gegen den weiteren Ausbau der Mönchsberggarage. 650 zusätzliche Parkplätze belasten unsere Gesundheit, unsere Natur und unser Klima“, stellt Stadträtin Martina Berthold klar. 

Wie widersinnig eine Erweiterung ist, zeigen die Auslastungszahlen in den Monaten Mai bis Juli: An insgesamt nur sieben Tagen hat die Mönchsberggarage in diesen drei Monaten eine volle Auslastung erreicht. Dennoch halten ÖVP und SPÖ an ihren unsinnigen Ausbauplänen fest. „In Zeiten der Klimakrise ein derartiges Megaprojekt durchzuziehen, ist wider die Vernunft und ein katastrophales Erbe für nachfolgende Generationen“, ist Berthold überzeugt. Noch mehr Autos in der Innenstadt bedeuten noch mehr Lärm und Belastung für die Salzburgerinnen und Salzburger und verstopfte Straßen. Der PKW-Verkehr ist außerdem eine der Hauptursachen für die Klimaerwärmung. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wird Salzburg bald 40 Hitzetage über 30 Grad haben.

Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts steht der Landesumweltanwaltschaft, dem Naturschutzbund und den AnrainerInnen noch der Weg zum Höchstgericht offen. Darüber hinaus sind die wasser- und naturschutzrechtlichen Bewilligungen noch ausständig.

Der Garagenausbau ist nicht nur verkehrspolitisch widersinnig. Die Baustelle bedroht außerdem den wertvollen Natur- und Naherholungsraum am Krauthügel im Nonntal. Dort soll der gesamte Aushub der Baustelle zwischengelagert und dann mit bis zu 20.000 LKW-Fahrten abtransportiert werden. Offen ist auch noch, ob die Bauarbeiten nicht auch den denkmalgeschützten Almkanal gefährden. Ein Einsturz wäre fatal.


 

Die Mönchsberggarage soll nach dem Willen von ÖVP und SPÖ um 650 auf knapp 2.000 Stellplätze erweitert werden. Damit werden auch  mehr Autos angezogen. Offizielle Gutachten gehen allein in der Neutorstraße von bis zu 3.000 zusätzlichen Fahrten pro Tag aus. Finanziell hat sich das Erweiterungsprojekt längst zu einem Fass ohne Boden entwickelt: 28 Millionen Euro werden derzeit von der Parkgaragengesellschaft eingeplant. Die Baukosten für einen Auto-Stellplatz betragen damit mehr als 42.000 Euro! „Das Geld sollte besser in die Salzburger Öffis und ein intelligentes Park und Ride-System für Tourist*innen investiert werden. ÖVP und SPÖ bauen aber lieber das Salzburger Verkehrsproblem aus und fahren über den Klimaschutz drüber“, so die Stadträtin für Umwelt und Bau abschließend.