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am 29. November

Klimawende: Und zwar jetzt!

Martina Berthold - Bürgerliste fordert anlässlich des heutigen „Global Earth Strike“, es EU-Parlament und Österreich nachzumachen und auch in der Stadt Salzburg den Klimanotstand auszurufen.

Bisher haben nach Angaben des EU-Parlaments mehr als 1.000 Gemeinden, Städte und auch ganze Staaten wegen der Folgen des Klimawandels den Notstand ausgerufen und damit die Eindämmung der Erderwärmung zur höchsten Priorität erklärt. Auch in Österreich haben neben dem Nationalrat und dem Land Vorarlberg bereits mehrere Gemeinden und Städte den Klimanotstand erklärt. 

 

„Wir dürfen nicht mehr zuwarten. Der Kampf gegen die Erderwärmung muss für uns alle höchste Priorität haben. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN werden daher im nächsten Gemeinderat, am 11. Dezember erneut einen Dringlichkeitsantrag zum Klimanotstand einbringen“, kündigt Martina Berthold, Umwelt- und Baustadträtin der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, an. Sie lädt alle Fraktionen im Salzburger Gemeinderat ein, den Antrag als wichtigen gemeinsamen Schritt zu unterstützen und umgehend konkrete Maßnahmen zu setzen. „Alle Aktivitäten und Entscheidungen der Stadt Salzburg wollen wir ab sofort auf den Klima-Prüfstand stellen: Wird damit die Erderwärmung weiter angefeuert? Ist diese Frage mit ja zu beantworten, dann müssen wir gegensteuern. Und gleichzeitig müssen wir proaktive Klimaschutz-Maßnahmen setzen“, so die Umwelt- und Baustadträtin.

 

Wir stehen weltweit vor einer der größten Herausforderungen der Menschheit, die Erderwärmung auf +1,5 Grad zu begrenzen. Im Parteienübereinkommen 2019 – 2014 haben sich ÖVP, SPÖ, Bürgerliste/DIE GRÜNEN und Liste Salz zu einer aktiven Klima- Umwelt und Naturschutzpolitik bekannt. Dabei haben die Fraktionen anerkannt, dass die Stadt engagierte Maßnahmen setzen muss, um unsere und die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu sichern.

Auch wenn die Stadt Salzburg zB. bei Grünraum- und Baumschutz, Energieeffizienz, eMoblität, Photovolatik, Fassaden- und Dachbegrünungen bereits klimapolitisch aktiv ist, so müssen dennoch umfassendere Maßnahmen gesetzt werden:

  • Alle Aktivitäten und Maßnahmen der Stadt Salzburg sollen auf ihre Auswirkungen auf das Klima hin geprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
  • Parallel dazu sollen die Maßnahmen für den Ausbau von erneuerbaren Energien und des Umweltverbundes (Öffentlicher Verkehr, Radverkehr, Fußwege), das Energiemanagement für städtische Gebäude, Bauen mit Holz, Grünraumgestaltung, Fassaden- und Dachbegrünungen massiv verstärkt werden.
  • Gleichzeitig appelliert die Stadt an den Bund und das Land, bei allen künftigen Gesetzen im Sinne des Klimaschutzes zu entscheiden.

 

Verheerende Murenabgänge, tagelange Unwetter und Hochwasser haben uns in den Letzten Wochen in Atem gehalten. Die Klimakrise hat Salzburg längst erreicht und wir alle müssen mit ihren Folgen zurechtkommen. „Wir dürfen keinen einzigen Augenblick mehr verlieren!“, stellt Umwelt- und Baustadträtin Martina Berthold klar. „Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN sprechen sich daher dafür aus, dass die Stadt Salzburg dem Kampf gegen die Klimakrise künftig die höchste Priorität einräumt und den Klimanotstand erklärt“, so Berthold abschließend.