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am 18. Dezember 2019

Mehr Leut‘ für den Klimaschutz

Martina Berthold - Gerade einmal zwei Stadt-Mitarbeiter stemmen sämtliche Klimaschutzprojekte der Smart City Salzburg – und das neben vielen anderen Aufgaben. Stadträtin Martina Berthold: „Es braucht eindeutig mehr Ressourcen für den Klimaschutz in unserer Stadt.“

Mit dem „Smart City Salzburg Masterplan 2025“ hat der Gemeinderat der Stadt Salzburg bereits 2012 Weitblick gezeigt. Seitdem arbeiten im Smart City Salzburg-Team zwei Mitarbeiter daran, nachhaltige Energie- und Klimaschutzlösungen umzusetzen. Im Umwelt- und Bauausschuss wurde am 17.12.2019 die umfassende Evaluierung des „Smart City Salzburg Masterplan 2025“ präsentiert, dessen 25 Teilziele bisher zu knapp 60 Prozent umgesetzt worden sind. Damit hat das Smart City-Team schon intensive Arbeit geleistet, aber es braucht angesichts der rasanten Klimaerwärmung noch viel mehr.

 

„Die bisherigen Maßnahmen sind richtige, erste Schritte. Aktuelle Entwicklungen zeigen uns aber, dass wir dringend noch größere Schritte setzen müssen. Das kleine Smart City-Team leistet in Salzburg hervorragende Arbeit, kann aber nicht alle Ziele des Masterplans umsetzen“, so Martina Berthold, Stadträtin für Umwelt und Bau.

 

Derzeit hängt die Umsetzung der Smart-City-Klimaziele an zwei Mitarbeitern der Stadt, die zusätzlich aber noch mit anderen Aufgaben beschäftigt sind. Eine so notwendige Klimaschutzbeauftragte wurde im Rahmen des Budgets 2020 von der ÖVP und der FPÖ jedoch abgelehnt.

 

„Von einer nachhaltigen und klimafitten Stadt nur zu reden, ist zu wenig. Wir müssen mehr tun. Der Smart City-Evaluationsbericht zeigt klar, was es dazu braucht: mehr Geld und mehr Fachleute für den Klimaschutz in unserer Stadt! Die notwendigen Maßnahmen müssen in allen Bereichen aufeinander abgestimmt werden und rasch in die Umsetzung kommen. Dazu braucht es eine klimaschutzbeauftragte Person“, bekräftigt Martina Berthold.

 

In den letzten fünf Jahren hat Smart City mit einem Jahresbudget von rund 280.000 Euro vieles bewegt. Über 90 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 16 Millionen Euro wurden umgesetzt. Das Plusenergiegebäude Sportzentrum Nord („klimaaktiv GOLD“-Auszeichnung) oder die vollständige Umstellung der Verkehrssignal-Anlagen auf LED sind wichtige Smart-City-Erfolge. Im Jahr 2019 arbeitet Smart City Salzburg an rund 20 Projekten.

 

Auf dem Arbeitsplan für 2020 steht beispielsweise der Ausstieg aus der Versorgung mit Öl und Gas. Neben den zwei städtischen Ölheizungen, werden noch 65 städtische Gebäude mit Gas geheizt. Weitere Ziele unter anderem eine Gebäude-Sanierungsoffensive, ein Mobilitätsmanagement für die Stadt und mehr Grün an Fassaden und im öffentlichen Raum. Zu große Ziele für das kleine Smart City Team!


Präsentation Evaluierung Smart City Salzburg-Masterplan