gruene.at
Navigation:
am 14. September

Steigende Temperaturen sind den Fiaker-Pferden einfach nicht mehr zumutbar! Bürgerliste stellt Antrag im Gemeinderat

Bernhard Carl - Mittelfristig muss die Stadt sich von dieser überkommenen Touristenattraktion verabschieden. Bis es so weit ist, müssen die Tiere unbedingt geschützt werden!

Der Klimawandel ist längst Realität, die Sommer werden immer wärmer. Nicht nur für viele Menschen, auch für die Fiakerpferde am Residenzplatz wird die Hitze immer unerträglicher. „Die Stadt muss sich die Frage stellen, ob Fiaker im Sinne des Tierschutzes noch tragbar sind, oder ob es nicht eher an der Zeit ist, von einer überholten Touristenattraktion Abstand zu nehmen“, erklärt Gemeinderat Bernhard Carl. Der Tierschutz-Sprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN bringt daher in der kommenden Sitzung des Gemeinderates einen entsprechenden Antrag ein: Der Bürgermeister als zuständiger Ressortchef verhandelt mit den Fiakern „Hitzefrei“ für die Pferde ab einer Temperatur von 30 Grad – gemessen am Residenzplatz, und nicht länger in Freisaal. Außerdem laufen 2023 die Standgenehmigungen für die Fiaker am Residenzplatz aus. Diese sollen nicht weiter verlängert werden. Stattdessen muss die Stadt die Betreiber*innen der Fiaker-Kutschen bei der Suche nach Alternativen unterstützen.

 

Aus für Fiaker: Andere Städte machen es längst vor

„Wenn die Temperatur in der Innenstadt mehr als 30 Grad beträgt, ist es auch für Menschen schwer vorstellbar, im Straßenverkehr schwere Lasten zu bewegen. Die Fiaker-Pferde haben dabei keine Wahl, sie müssen in der prallen Hitze leiden, damit Tourist*innen mit der Kutsche durch Salzburg fahren können“, erklärt Gemeinderat Bernhard Carl. Der Tierschutz-Sprecher der Bürgerliste hält fest, dass bereits zahlreiche Städte auf der ganzen Welt mit gutem Beispiel vorangegangen sind: „Barcelona, London, Toronto – das sind nur drei von über 30 Städten weltweit, die dieser überkommenen Touristenattraktion einen Riegel vorgeschoben haben.Auch in unserer Stadt werden die Sommer Jahr für Jahr heißer. Salzburg darf im Sinne des Tierschutzes nicht länger zusehen.“ Der Gemeinderat der Bürgerliste spricht sich in seinem Antrag deshalb dafür aus, dass diese überkommene Touristenattraktion mittelfristig ein Ende findet. 2023 laufen die aktuellen Genehmigungen für den Standort am Residenzplatz aus. Anstatt sie zu verlängern muss die Stadt Salzburg die Betreiber*innen der Fiaker-Fahrten bis dahin bei der Suche nach möglichen Alternativen unterstützen.  „Statt in der Kutsche zu fahren gibt es andere Wege, unsere schöne Stadt zu besichtigen“, stellt Carl klar.

 

Hitzefrei ab 30 Grad – gemessen am Residenzplatz!

Ein Aus für die Fiaker-Pferde in Salzburg wird nicht von heute auf morgen passieren. Bis es soweit ist, fordert GR Carl daher den bestmöglichen Schutz für die Tiere: „Sobald 30 Grad erreicht sind, müssen die Fiakerpferde grundsätzlich hitzefrei bekommen. Alles andere ist den Tieren einfach nicht zumutbar. Diese Temperatur muss selbstverständlich am Residenzplatz gemessen werden und nicht auf der grünen Wiese bei der Messstelle Freisaal. Die Bürgerliste hat diese Forderung schon mehrfach gestellt – im Sinne der Tiere wird es nun endlich Zeit, dass sie auch umgesetzt wird“, erklärt Gemeinderat Bernhard Carl. Der Tierschutz-Sprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN lädt alle Fraktionen im Salzburger Gemeinderat dazu ein, diesen Vorstoß zum Schutz der Tiere am Mittwoch im Gemeinderat zu unterstützen.