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am 19. Jänner

„Take Away“: Stadt soll Gastronomiebetriebe bei der Umstellung auf nachhaltige Verpackung unterstützen

Anna Schiester - Bürgerliste/DIE GRÜNEN stellen Antrag im Senat

Schon vor der Covid-19-Pandemie hat der Außer-Haus-Konsum von Lebensmitteln deutlich zugenommen, durch Corona hat sich diese Entwicklung nun aber noch einmal deutlich verstärkt: Viele Gastronomiebetriebe in der Stadt Salzburg haben auf Lieferservice umgestellt. Die Stadt Salzburg hat diese Betriebe mit einer Einmal-Direktförderung subventioniert - ein Angebot, das sehr gut angenommen wurde. Als nächsten Schritt schlägt die Bürgerliste nun vor, die Salzburger Betriebe insbesondere bei der Umstellung auf umweltfreundliche und nachhaltigere Verpackungen zu unterstützen. Ein entsprechender Antrag wurde bereits eingebracht.

 

„Mit der Zunahme von Lieferservices gehen auch Unmengen an Einweg-Verpackungen für ‚Food to Go‘ einher. Diese Einmal-Verpackungen verbrauchen viele wertvolle Ressourcen und sie sorgen noch dazu für ein hohes Abfallaufkommen“, erklärt Anna Schiester. „Mit umweltfreundlichen Verpackungen oder – noch nachhaltiger – Mehrweglösungen können Ressourcen gespart und die große Müllmenge deutlich reduziert werden“, so die Bürgerlisten-Gemeinderätin weiter.

 

Schiester verweist auch darauf, dass Österreich bis zum Sommer 2021 ohnehin die EU-Richtlinie zum Verbot von Einwegplastik in nationales Recht umsetzen muss. Dies wird zu einschneidenden Umstellungen im Einweg-Verbrauch führen. Auch die Gastronomie wird darauf eine Antwort finden müssen. Die Stadt Salzburg sollte die Salzburger Betriebe, Lokale und Cafés in diesem Umstrukturierungsprozess unterstützen, indem sie eine Anlaufstelle schafft, die beratend zur Seite steht.

 

„Wir haben im Senat daher den Antrag gestellt: Die Stadt Salzburg unterstützt im Rahmen einer Förderung im Jahr 2021 Salzburger Gastronomiebetriebe, die Take-Away-Verpackungen für Speisen und Getränke auf umweltfreundliche Alternativen oder Mehrweg-Pfandsysteme umstellen“, erklärt Schiester. „Je schneller dieser Antrag umgesetzt wird, desto besser für die Umwelt, die Gastronomiebetriebe und für die Salzburgerinnen und Salzburger“, so die Gemeinderätin abschließend.