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am 1. Juli

Tourismus darf unsere Stadt nicht überfordern.

Markus Grüner-Musil - Die Ablehnung der Bevölkerung gegenüber den stetig wachsenden Touristenströmen wird immer offensichtlicher. Reisebusterminal in der Paris-Lodron-Straße muss geschlossen werden.

Salzburg ächzt an allen Ecken und Enden, aber nicht nur wegen der anhaltenden Hitze, sondern aufgrund der stetigen Überforderung durch den Tourismus. Beispielhaft ist das Chaos am Busterminal Paris-Lodron-Straße: Nur eine falsch ausgeführte Buchung reicht, um diesen Standort zum Erliegen zu bringen.  

Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN fordern daher erneut, den Bustourismus aus der Innenstadt zu bekommen: „Der Standort „Paris-Lodron-Straße ist tatsächlich ungeeignet für diese Anforderungen, ein dauerhaftes Park&Ride System für alle Touristen, die mit Auto oder Bus nach Salzburg reisen, ist rasch umzusetzen“, meint Bürgerlisten Gemeinderat Markus Grüner-Musil. Die seit heute (1. Juli) eingeführte Bus Shuttle Verbindung vom Messe Parkplatz im Norden der Stadt ins Zentrum zeigt, dass es möglich ist. Jetzt müssen Angebote dieser Art schnell erweitert werden, damit dies der letzte Sommer wird, an dem die Paris-Lodron-Straße zum Nadelöhr des Tagestourismus wird.  

Unsere Stadt beherbergt jedes Jahr Millionen ausländischer Gäste. 2018 waren es 3,1 Mio. Nächtigungen. Dazu kommen noch jene Gäste, die Salzburg in 3-4 Stunden erfahren wollen. Sie werden im Eiltempo durch die Stadt getrieben und arbeiten die Hotspots ab. Die einen sprechen von 6 Millionen pro Jahr, die anderen von 9 Millionen. Genaue Daten fehlen – wie generell im Salzburger Tourismus. 

Aktuell arbeitet die Salzburger Tourismus Gesellschaft (TSG) gerade an einem neuen Tourismuskonzept für Stadt, dieses soll nächstes Jahr vorgestellt werden. Die Bürgerliste/die Grünen fordern dringend eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Erarbeitung dieser Tourismus-Strategie. „Ohne Bürger-Beteiligung keine Akzeptanz von Seiten der Bevölkerung. Wir brauchen aber eine starke Akzeptanz für den Tourismus bei den Menschen, die in Salzburg leben und arbeiten, um auch in Zukunft eine guter Gastgeber für Gäste aus der ganzen Welt zu sein“, so der Bürgerlisten-Gemeinderat.