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am 14. Februar

Weitere Zerstörung des Biotops in Schallmoos beenden!

Ingeborg Haller - In den letzten Tagen war die Aufregung groß, als der Grundeigentümer in Schallmoos die Bagger auffahren ließ und mit der Rodung des Feuchtbiotops in Schallmoos begonnen hat. Die rund 7000 m² große Fläche benötigt das Logistikzentrum der Spedition Gebrüder Weiss, um ihren Betrieb zu erweitern.

Mittlerweile liegen erste Entscheidungen des Landesverwaltungsgerichtes und des Magistrats der Stadt Salzburg vor, wonach die Anträge des Naturschutzbundes auf aufschiebende Wirkung sowie auf Aufhebung der Rechtskraft des Naturschutzbescheides ab- bzw. zurückgewiesen wurden.

 

Es handelt sich dabei allerdings um reine Verfahrensentscheidungen. Inhaltlich hat sich das Landesverwaltungsgericht mit der Beschwerde des Naturschutzbundes überhaupt noch nicht auseinandergesetzt,“ stellt Ingeborg Haller, Klubobfrau der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, klar.

 

Immerhin handelt es sich bei der gegenständlichen Fläche um das letzte Biotop im Stadtteil Schallmoos, der seinen Namen von den einst existierenden Moos- und Moorflächen ableitet. Die vom  Naturschutzbund erhobene Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht zielt darauf ab, den naturschutzrechtlich geschützten Lebensraum „feuchte Grünlandbrache nördlich der Vilniusstraße“ zu erhalten. Die Bürgerliste setzt sich ebenso für die Erhaltung des Biotops ein.

 

 „Auch wenn die Weiden bereits gerodet und Teile des Moors umgegraben sind, täten der Grundeigentümer und die Gebrüder Weiss gut daran, bis zum Vorliegen der inhaltlichen Entscheidung des Landesverwaltungsgerichtes keine weiteren Fakten mehr zu setzen und mit den Anrainer*innen das Gespräch zu suchen“, schlägt Ingeborg Haller, Klubobfrau der Bürgerliste/DIE GRÜNEN vor, die die Eile der Betreiber nicht nach vollziehen kann.