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am 26. Juni

Zum Schutz der Gesundheit: Machen wir die Stadt gemeinsam klimafit

Bernhard Carl - Der Klimawandel ist längst in unserer Stadt angekommen und er wird zunehmend zur Gefahr für die Gesundheit der Salzburgerinnen und Salzburger. Darum müssen wir jetzt mit aller Kraft gegensteuern.

„Wenn wir das Klima schützen, dann schützen wir damit auch die Gesundheit der Salzburgerinnen und Salzburger“, stellt Gemeinderat Bernhard Carl klar. Der Gesundheitssprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN warnt insbesondere vor den gesundheitlichen Gefahren, die mit den steigenden Temperaturen einhergehen und fordert rasche Maßnahmen, um Salzburg so gut wie möglich „klimafit“ zu machen.

 

Der Klimawandel ist längst in Salzburg angekommen, seine Auswirkungen sind bereits deutlich spürbar: „Besonders in der Innenstadt eilen wir in den heißen Sommermonaten von einem Hitzerekord zum nächsten – wir alle erinnern uns noch gut an die enormen Temperaturen im vergangenen Sommer. Diese Hitze belastet alle Salzburgerinnen und Salzburger, ganz besonders aber ältere Menschen. 2018 gab es österreichweit 766 Hitzetote. Das zeigt: Hier stehen wirklich Menschenleben auf dem Spiel“, so Carl. Der Gemeinderat verweist auf zahlreiche Studien, die vor der Gesundheitsgefahr durch die stetig zunehmende Hitze warnen. Zuletzt hat der Forschungsverbund „Austrian Panel on Climate Change“ (APCC) eine Studie präsentiert, die im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) erschienen ist. Die Forscher*innen erwarten, dass sich die Zahl der Hitzetage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad bis 2050 zumindest verdoppeln und bis 2100 sogar verzehnfachen könnte. Selbst bei einem „moderaten Klimawandel“ müsse man bis 2050 mit mindestens 1.000 Hitzetoten im Jahr rechnen. „Diese Zahlen sind alarmierend. Sie zeigen, dass wir alles unternehmen müssen, um die Klimaerwärmung in Grenzen zu halten. Und wir müssen für möglichst viel Grün in unserer Stadt sorgen, für Schatten und kühle Rückzugsorte für die Salzburgerinnen und Salzburger“, so der Gesundheitssprecher der Bürgerliste.

 

Mehr Grün auf Dächern und an Fassaden und Bäume pflanzen, wo es nur geht

Die enorme Hitze untertags und die fehlende Abkühlung in der Nacht sind eine schwere Belastung für den menschlichen Kreislauf. Umso wichtiger ist es, durch kluge Stadtplanung und bauliche Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünungen dafür zu sorgen, dass sich die Stadt im Sommer möglichst wenig aufheizt. „Je weniger Flächen versiegelt werden und je mehr Platz wir der Natur zur Verfügung stellen, umso besser können wir die Folgen des Klimawandels für die Salzburgerinnen und Salzburger erträglich machen“, erklärt Gemeinderat Bernhard Carl. „Jeder neu gepflanzte Baum ist ein Gewinn, nicht nur durch den Schatten, den er spendet, sondern auch durch die Verbesserung des Mirkoklimas.“ Renaturierungen wie an der Glan oder am Alterbach bieten den Menschen zusätzliche Möglichkeiten, sich abzukühlen und sind gleichzeitig Rückzugsorte für viele Pflanzen- und Tierarten.

 

Noch bis kommenden Montag bleibt Zeit, das Klimavolksbegehren unterstützen!

„Die Klimakrise stellt uns alle vor große Herausforderungen. Schützen wir das Klima, dann schützen wir damit auch aktiv die Gesundheit der Salzburgerinnen und Salzburger. Umso wichtiger ist auch die Initiative, die derzeit vom Klimavolksbegehren gesetzt wird“, stellt Gemeinderat Bernhard Carl klar. Die Eintragungswoche für das Volksbegehren läuft noch bis zum kommenden Montag. Bis dahin haben die Salzburgerinnen und Salzburger noch Zeit, ihre Stimme für mehr Klima- und damit auch mehr Gesundheitsschutz abzugeben.