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am 5. November 2020

Bustourismus in Salzburg: Jetzt ist die beste Zeit, nachhaltige Lösungen zu entwickeln

Martina Berthold - Stadträtin Martina Berthold: Statt der Innenstadt sollen Reisebusse in Zukunft den P+R Platz Süd ansteuern. Das Provisorium in der Paris-Lodron-Straße könnte einem neuen Radweg Platz machen – auch die Linzergasse würde profitieren.

Der Gemeinderat hat gestern, Mittwoch, nicht nur die Verlängerung des Pachtvertrages für den Park and Ride Platz Süd beschlossen, sondern auch eine Erweiterung um zusätzliche 4.000 m² bereits bestehende Parkfläche. Dank des zusätzlichen Platzangebotes und der ohnehin schon guten Anbindung an die Öffentlichen Verkehrsmittel ist der P+R Platz Süd die perfekte Dreh- und Angelscheibe für Besucher*innen, die mit dem Reisebus zu uns nach Salzburg kommen. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN haben daher einen Zusatzantrag gestellt: „Wir schlagen vor, den provisorischen Busterminal in der Paris-Lodron-Straße mit Jahresende aufzulassen und statt dessen P+R Platz Süd zu nützen. Das wäre eine intelligente, klimafreundliche Lösung mit vielen Vorteilen – sowohl für die Salzburger*innen als auch die Gäste, die unsere Stadt besuchen wollen“, erklärt Umwelt- und Baustadträtin Martina Berthold. Dieser Antrag wurde von FPÖ, NEOS UND KPÖ+ unterstützt.

 

Park and Ride Süd bringt zahlreiche Vorteile für Salzburger*innen und ihre Gäste

Der Busterminal in der Paris-Lodron-Straße war stets nur als Provisorium gedacht. Durch die beengte Platzsituation und die Lage mitten in der Salzburger Innenstadt ist der Standort denkbar ungünstig.  Verkehrsprobleme und eine stetig wachsende Belastung der Anrainer*innen sind die Folge. Auch das 2018 eingeführte „online Buchungssystem“ für Reisebusse konnte die Situation nur bedingt verbessern.

Ganz anders hingegen die Situation am P+R Platz Süd: Zum bereits bestehenden Parkplatz am Stadtrand stehen durch den heute gefassten Gemeinderatsbeschluss dort künftig 4.000 m² zusätzliche Parkfläche zur Verfügung. Außerdem ist dank der Obus-Linien 3 und 8 eine perfekte Öffi-Anbindung ans Zentrum gegeben. „Der P+R Platz Süd bietet zukünftig mehr als genug Platz, eine hervorragende Verkehrsanbindung und zwei Obus-Linien, die unsere Gäste bequem und klimafreundlich in die Salzburger Innenstadt bringen. Die Fließbandabfertigung der Reisebusse in der Paris-Lodron-Straße fällt weg. Das bedeutet weniger Stress für die Busgäste, deutlich weniger Belastung für die Anrainer*innen und weniger Verkehr in der Innenstadt“, erklärt Berthold.

 

Neuer Radweg in der Paris-Lodron-Straße, mehr Sicherheit für die Linzergasse

Die Stadträtin denkt aber noch einen Schritt weiter: „Wird der Busterminal in der Paris-Lodron-Straße aufgelassen, so gewinnen wir Platz für einen zusätzlichen Radweg gegen die Einbahn. Parallel zur überlasteten Linzergasse kann so eine zusätzliche Radroute geschaffen werden“, so Berthold. In Schrittgeschwindigkeit können Radfahrer*innen so erlaubter Weise die Fußgängerzone Linzergasse benützen. Alle, die schneller vorankommen wollen, können auf die Paris-Lodron-Straße ausweichen. Diese Win-Win-Lösung bringt nicht nur mehr Sicherheit für Fußgänger*innen in der Linzergasse, sondern auch Zeitgewinn für die Radler*innen.