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am 6. August

Durchzugsverkehr aus der Altstadt nehmen

Ingeborg Haller - Kranzlfahren war die Idee von ÖVP und SPÖ. Ziel- und Quellverkehr ermöglichen, aber kein Durchzugsverkehr durch das Neutor. Alles andere ist bestenfalls eine Notlösung.

Bekanntlich wurde die Innenstadtregelung aus dem Jahr 2013 gegen die Stimmen der Bürgerliste beschlossen.  

Nicht wir haben das Kranzlfahren erfunden, sondern die ÖVP und SPÖ. Claudia Schmidt von der ÖVP hat diesen Schildbürgerstreich damals umgesetzt“, stellt Ingeborg Haller, KO der Bürgerliste/DIE GRÜNEN zu heutigen Medienberichten klar. „Wenn Barbara Unterkofer diese unsinnige Regelung wieder aufhebt, so soll es uns recht sein. Verkehrszählungen hätte es dazu aber nicht gebraucht. Denn es ist logisch, dass ich mit einer Schleife, die durch die historische Altstadt ziehe, Verkehr und damit Belastung verursache“, so Haller weiter.

 

Die  ÖVP ist mit ihrer glorreichen Idee, nämlich die Durchfahrt von Mülln kommend in Richtung Staatsbrücke durch eine Schleifenregelung über die Münzgasse möglich unattraktiv zu machen, kläglich gescheitert. Denn wie aus der Ressortstellungnahme der damaligen Stadträtin Schmidt von der ÖVP unmissverständlich hervorgeht, war dies der einzige Sinn und Zweck dieser unsinnigen Verkehrsregelung. Und was macht die zuständige Verkehrsstadträtin Unterkofler von der ÖVP? Sie will, dass das von ihrer ÖVP-Vorgängerin eingeführte Kranzlfahren aufhört. Anstelle jedoch den Individualverkehr zu reduzieren, will sie in Zukunft die Autos überhaupt ungehindert von Mülln kommend in Richtung Staatsbrücke durchrollen lassen. „Sieht so Verkehrs- Entlastung für die Altstadt aus?“, fragt sich Haller.

 

Auch die Errichtung eines Kreisverkehrs im Bereich des Franz- Josef Kai und dem Haus der Natur sieht die Bürgerliste kritisch. „Das ist kein vernünftiger Ansatz. Denn dadurch wird die bestehende Regelung, nämlich die ungehinderter Durchfahrt durch das Neutor und damit durch die Altstadt sowie am Kai entlang im wahrsten Sinn des Wortes einzementiert“, befürchtet Haller.  

 

Gute Lösungen sehen anders aus. Die Bürgerliste hat sich deshalb im Rahmen der Parteienverhandlungen gegen die Errichtung des Kreisverkehrs ausgesprochen. Sie hält nach wie vor den Vorschlag ,den Durchzugsverkehr aus dem Neutor und damit aus der Altstadt zu nehmen für die beste Lösung. „Der reine Durchzugsverkehr bringt niemandem etwas, auch nicht den Altstadtkaufleuten. Im Gegenteil, die Lebens- und Aufenthaltsqualität leidet erheblich – was ja kein Wunder ist, bei den zigtausend Fahrten pro Tag, die die von SPÖ und ÖVP gewünschte Verkehrsregelung allein am Museumsplatz verursacht“, so Haller abschließend


"Kranzlfahren" war ÖVP-Idee: Ressortstellungnahme der damaligen Baustadträtin Claudia Schmidt

Das unsinnige Kranzlfahren durch die Altstadt war die Idee der ÖVP. Umgesetzt wurde sie von ÖVP-Baustadträtin Claudia Schmidt, nachdem Verkehrsstadtrat Johann Padutsch dieser unsinnigen Lösung eine Absage erteilt hatte.
Der Durchzugsverkehr bringt niemandem etwas - auch nicht den Altstadtkaufleuten. Eingeführt wurde die Schleife, damit das ÖVP-Modell nicht unter dem aus Mülln kommenden Verkehr zusammenbricht.
Immer wieder kommt es unter dem Haus der Natur zu illegalen Wendemanövern, wenn die Autofahrer die von ÖVP und SPÖ beschlossene Altstadtschleife zu vermeiden versuchen.