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am 12. Februar

Mietkaufmodell fördert Wohneigentum für junge Menschen

Ingeborg Haller - Der von der Stadt-ÖVP beim BV-Dossenweg eingeschlagene Weg, keine Mietkaufwohnungen mehr zu errichten, ist kurzsichtig. Vor allem jungen Menschen wird es damit massiv erschwert, Wohnungseigentum zu bilden. Das ist am besten mit ausreichend große Mietkaufwohnungen möglich.

Bisher galt bei Umwidmungen von Grünland in Bauland sowie bei Umstrukturierungen von Gewerbe in Wohnen ein Aufteilungsschlüssel von 75% geförderter Mietwohnbau (davon 25% Mietkauf) und 25 % Eigentum. Die ÖVP hat nun beim Wohnbauprojekt Dossenweg zugunsten den bewährten Weg verlassen und setzt auf einen gedeckelten Eigentumsanteil von rund 50%. Geht es nach KO Fuchs und der Stadt ÖVP sollen offenbar überhaupt keine Mietkaufwohnungen mehr errichtet werden. 

Preislich gedeckelte Eigentumswohnungen wie sie derzeit über Weisung von ÖVP-Vizebürgermeisterin Unterkofler beim Bauvorhaben Dossenweg errichtet werden, sind nicht der geeignete Weg, um junge Menschen bei Eigentumsbildung zu unterstützen,“ stellt Ingeborg Haller, Klubobfrau der Bürgerliste / Die GRÜNEN fest. „Denn diese Wohnungen können sich wieder nur reiche Menschen leisten. Eine sozial ausgewogene Wohnungspolitik schaut anders aus.“

Die Abkehr der Stadt-ÖVP von Mietkaufwohnungen hin zu preisgedeckelten Eigentumswohnungen ist unklug. Sie widerspricht auch dem Regierungsprogramm der Türkis-Grünen Regierung (Seite 41), die leistbaren Wohnraum schaffen und die Eigentumsbildung fördern will. Vor allem der Mietkauf ist „als sozial orientierter Start ins Eigentum“ der Kernpunkte der Wohnpolitik der neuen Bundesregierung. Es soll auch ein Ansparmodell für den Miet-Kauf geschaffen werden.

​„Mietkaufwohnungen sind ein geeignetes Instrument, um jungen Familien am Anfang ihres Berufsleben eine Perspektive auf leistbares Eigentum anzubieten“, meint Ingeborg Haller. „Wir appellieren einmal mehr an die Stadt-ÖVP, den von ihr eingeschlagenen Weg in der Wohnpolitik zu überdenken und das bewährte Mietkaufmodell wieder zu ermöglichen,“ so die Klubobfrau der Bürgerliste/DIE GRÜNEN abschließend.