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am 25. September

Runder Tisch Wohnen

Ingeborg Haller - Wohnbaupolitik der Stadt Salzburg - Quo vadis?

Während die SPÖ auf Basis von Fakten und Zahlen noch immer versucht, das Steuer in der Wohnpolitik der Stadt Salzburg in Richtung geförderten Mietwohnbau herumzureißen, ist für die Stadt ÖVP bereits vollkommen klar, wohin die Reise gehen soll: „Die ÖVP hat das bisherige Modell ‚50-25-25‘ im Alleingang ausgehebelt und die übrigen Fraktionen im Gemeinderat vor vollendete Tatsachen gestellt.Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Stadt-ÖVP an der heutigen Diskussion wenig Interesse gezeigt hat“, erklärt Ingeborg Haller, Klubobfrau der Bürgerliste/DIE GRÜNEN. Denn weder die ressortzuständige Vizebürgermeisterin Unterkofler, noch Klubobmann Fuchs waren bei der heutigen Diskussionsrunde dabei. 

„Die Bürgerliste hat bereits im Juli beim Bauvorhaben Dossenweg ausdrücklich davor gewarnt, dass in der Stadt gerade ein Umbau in der Wohnpolitik stattfindet. Trotzdem hat die SPÖ den Schwenk der ÖVP mitgetragen“, so Haller. Bekanntlich werden bei diesem Bauvorhaben nur mehr 50 Prozent geförderter Mietwohnbau errichtet - anstelle der ursprünglich vorgesehenen 75 Prozent. „Vielleicht ist es zwischenzeitlich bei der SPÖ angekommen, dass die ÖVP in Zukunft zur Bekämpfung der Wohnungsnot offenbar auf die Schaffung von Eigentumswohnungen setzen will“, so Haller weiter.

Ich bin aber überzeugt, dass gerade für junge Menschen das Mietkaufmodell die bessere Option ist, anstelle des von der ÖVP favorisierten gedeckelte Eigentums, das sich wieder niemand leisten kann.“

Tatsache ist, dass die Stadt Salzburg laut heutiger Aussage des Salzburger Instituts für Raumordnung (SIR) in den letzten 15 Jahren unter Stadtrat Johann Padutsch die im REK und im Wohnungsleitbild der Stadt Salzburg festgelegte Vorgabe, nämlich jährlich 300 neue geförderte Mietwohnungen zu schaffen, erfüllt hat. „Aufgrund des von der ÖVP eingeleiteten Schwenks in der städtischen Wohnungspolitik bezweifeln wir allerdings stark, dass diese Zielvorgabe von 300 neuen geförderten Mietwohnungen pro Jahr auch unter Vizebürgermeisterin Unterkofler weiterhin eingehalten werden kann“, so Ingeborg Haller, Klubobfrau der Bürgerliste/DIE GRÜNEN, abschließend.