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am 29. Oktober

Sicher und angstfrei Rad fahren in Salzburg

Martina Berthold - Radwege-Bau und Planung 2019/2020

Martina Berthold, Stadträtin für Umwelt und Bau, hat heute, Dienstag, in einer gemeinsamen Presskonferenz mit Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler die wichtigsten Pläne für den Radverkehr in Salzburg präsentiert.

Für Umwelt- und Baustadträtin Martina Berthold steht die Sicherheit der Radfahrer*innen und der Klimaschutz im Mittelpunkt: „In Salzburg sollen alle sicher und angstfrei Radfahren können. Bei unseren Projekten dürfen wir also nicht nur die routinierten Radler*innen im Blick haben, sondern müssen auch auf die Bedürfnisse der Kinder und der älteren Menschen schauen. Wir brauchen daher mehr Platz fürs Radfahren und am besten baulich getrennte Radwege.“

Für Berthold gehört Radfahren zum Lebensstil und die Ganzjahresradlerin, weiß wovon sie spricht: „Radfahren ist nicht nur klimafreundlich und gesund, sondern auch vergleichsweise kostengünstig. Für viele Wege in der Stadt ist das Rad das schnellste Fortbewegungsmittel – und gleichzeitig gut fürs Klima.“

Die Erhöhung des Radverkehrsanteils hat nicht nur positive Auswirkungen auf die allgemeine Verkehrssituation, sondern auch auf die Umwelt: Eine Steigerung des Radverkehrsanteils um vier Prozentpunkte bei entsprechender Minderung des Kfz-Anteils hieße eine Reduktion von ca. 17.500 Autofahrten und somit eine Einsparung von etwa neun Tonnen CO2


Salzburg steht im österreichweiten Vergleich gut da: 20 Prozent der Alltagswege werden mit dem Rad zurückgelegt, die meisten davon auf den 187 Kilometer Radwegenetz. Seit gut zwei Jahren setzt sich die Stadtpolitik jedoch höhere Ziele. Mit der „Radverkehrsstrategie 2025+“ soll der Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2025 auf 24 Prozent angehoben werden.

Zu diesem Zweck wurde unter anderem das Radbudget auf zwei Millionen Euro verdoppelt und ein Paket mit über 150 Maßnahmen geschnürt, das konsequent umgesetzt wird. Ergän-zend dazu wurde in der Parteienvereinbarung für die laufende Funktionsperiode festgelegt, ein stadtteilübergreifendes Großprojekt mit einem Sonderbudget auszustatten und umzusetzen. 

„Den Radverkehrsanteil von 20 auf 24 Prozent zu heben, bedeutet einen Kraftakt, der ein gut durchdachtes und geplantes Vorgehen erfordert. Deshalb liegen die Planungsschwerpunkte bei den Vorhaben, die das größte zusätzliche Nutzerpotential haben. Ich gehe mit meiner Ab-teilung die Maßnahmen an, die in der Zusammenschau von Potential, Umsetzungshorizont und Kosten den größten Effekt haben. Dabei ist mir faktenbasiertes Arbeiten besonders wichtig. Der Ost-West-Verbindung kommt eine besondere Bedeutung zu, da erst sie das bereits be-stehende Netz zur Gänze aktivieren kann. Gerade durch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Land und den Umlandgemeinden kommen wir schnell voran“, fasst die für Planung ressortzuständige Bürgermeister-Stellvertreterin Barbara Unterkofler die Vorhaben für die kommenden Monate zusammen.