gruene.at
Navigation:
am 16. Juli

Ausbildung statt Abschiebung: Es braucht endlich eine saubere gesetzliche Lösung!

Anna Schiester - Engljähringer, 3 Hasen, Die Weisse, Bellinis – das sind nur einige von vielen Salzburger Lokalen, die derzeit händeringend nach Personal suchen. Gleichzeitig werden Asylwerber/innen, die sich in Lehre befinden, abgeschoben.

„Angesichts des immer akuter werdenden Fachkräftemangels in der Gastronomie und vielen anderen Sparten, kann man über die kurzsichtige Politik von Türkis und Blau nur noch den Kopf schütteln“, erklärt Anna Schiester, Vorsitzende des Sozialausschusses der Stadt Salzburg. 

„Die Abschiebung von Asylwerbenden, die eine Lehre in einem Berufsfeld absolvieren, in dem akuter Arbeitskräftemangel herrscht, sind und bleiben nicht nur menschlich, sondern auch ökonomisch völliger Unsinn“, kritisiert die Gemeinderätin und Sozialsprecherin der Bürgerliste/DIE GRÜNEN. Sie plädierte für einen pragmatischeren Zugang und eine differenzierte Diskussion. Von der neuen Bundesregierung erwarte sie sich endlich eine „saubere gesetzliche Regelung, für die, die schon da sind und arbeiten könnten.“ 

„Wer sich in Salzburg umsieht und ein offenes Ohr für die GastronomInnen hat, weiß, unter welchem Druck sie stehen, Personal zu finden. Auf der anderen Seite sind viele junge Menschen bei uns, die für eine Lehrstelle infrage kommen, aber nicht arbeiten dürfen.Das ist doch absurd“, so Schiester, die selbst seit Jahren Asylwerbende begleitet und auch beim Einstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt. Von der neuen Bundesregierung fordert sie eine saubere gesetzliche Regelung. „Und von der ÖVP erwarte ich, dass sie wenigstens auf die ihr nicht ganz so ferne   Wirtschaftskammer hört. Denn auch dort wünscht man sich sehnlich eine vernünftige Lösung“, betont die Gemeinderätin. „Damit wäre allen geholfen: Den integrationswilligen Lehrlingen, die wir derzeit in die Warteschleife und ins Sozialsystem schicken. Den Betrieben, die dringend MitarbeiterInnen suchen. Und nicht zuletzt uns allen, die wir freundliches Personal im Wirtshaus oder ein repariertes Auto wollen.“