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am 6. Februar

DELOGIERUNGSPRÄVENTION: Bürgerliste/DIE GRÜNEN sehen Handlungsbedarf bei der GSWB

Anna Schiester - Gemeinnützige Wohnbauträger wie die Heimat Österreich setzen erfolgreich Sozialarbeiter*innen ein, um Räumungen von Mieter*innen abzuwenden. Die GSWB soll als größte Vermieterin der Stadt diesem Beispiel folgen!

Wer mit der Miete dauerhaft in Verzug gerät, wird delogiert. Das Sozialamt der Stadt Salzburg bietet bereits eine umfangreiche Delogierungsprävention, die laut Stadträtin Anja Hagenauer nun weiter ausgebaut werden soll. „Es ist gut, wenn die Stadt ein Frühwarnsystem für drohende Delogierungen aus den stadteigenen KGL-Wohnungen einführt. Das betrifft allerdings nur 1.700 Wohnungen und ist damit nicht viel mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein“, erinnert die Bürgerlisten-Sozialsprecherin GRin Anna Schiester. Viel größeren Handlungsbedarf sieht sie bei der GSWB und hat einen konkreten Vorschlag:

 

„Während das städtische Wohnungsamt und gemeinnützige Wohnträger wie die Heimat Österreich bereits erfolgreich Sozialarbeiter*innen einsetzen, um Delogierungen von Mietern rechtzeitig abzuwenden, tut die GSWB nichts dergleichen. Dabei käme gerade der GSWB, die zu je 50 Prozent Stadt und Land gehört, eine besondere Verantwortung zu“, sagt die Bürgerlisten-Sozialsprecherin. Laut Auskunft der GSWB habe es im Vorjahr 19 Delogierungen gegeben.

 

„Einige davon hätten mit rechtzeitigem Einschreiten eines Sozialarbeiters mit Sicherheit verhindert werden können“, ist die Gemeinderätin überzeugt. Daher solle die GSWB in Zukunft auch professionelle Sozialarbeiter*innen einsetzen, fordert Schiester. Diese können durch gezielte und rechtzeitige Kontaktaufnahme, Beratung und Vernetzung mit Unterstützungseinrichtungen den Betroffenen Wege aufzeigen, wie sie den drohenden Wohnungsverlust abwenden können. „Das Ziel muss sein, dass rechtzeitig Hilfe angeboten wird, bevor es zu spät ist, und die Menschen wieder in die Lage zu versetzen, ihre Wohnsituation wieder selbst in die Hand zu nehmen“, so Schiester.

 

Aus ihrer Erfahrung würden viele Betroffene bei drohender Delogierung den Kopf in den Sand stecken, außerdem wüssten viele gar nicht, welche Ansprüche sie haben:  „Wer in einer akuten Krise steckt, dem fehlt oft die Kraft dazu, Mahnbriefe zu öffnen. Bis die Räumungsklage ins Haus steht, geht es dann schneller als gedacht. Viele Delogierungen könnten wir abwenden, wenn wie die Betroffenen rechtzeitig unterstützen“, ist Anna Schiester, Gemeinderätin der Bürgerliste/DIE GRÜNEN und Vorsitzende des Sozialausschusses der Stadt, überzeugt.