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am 22. Oktober

Eine Chance für den gesamten Stadtteil: Bürgerliste fordert BewohnerInnen-Service-Center in der Fanny-von-Lehnert-Straße!

Anna Schiester - Der Gemeinderat stimmt am Mittwoch erneut über das Projekt ab. Die Bürgerliste fordert jedenfalls eine soziale Nutzung für die Sockelzone des neuen Wohnbauprojekts. Der Standort beim Hauptbahnhof wäre dafür ideal.

Nachdem sich der Gemeinderat vor der Sommerpause nicht auf eine Nutzung der Sockelzone hatte einigen können, wird das Projekt in der Fanny-von-Lehnert-Straße nun in der morgigen Sitzung des Gemeinderates erneut diskutiert. Für die Bürgerliste/DIE GRÜNEN ist eine soziale Nutzung im Erdgeschoss nach wie vor die beste Lösung: Mit der Einrichtung eines BewohnerInnen-Service-Centers (BWS) liegt ein guter Kompromissvorschlag auf dem Tisch. „Die Bahnhofsgegend und die gesamte Elisabeth-Vorstadt würden auf alle Fälle von einem BewohnerInnen-Service-Center profitieren“, erklärt GR Anna Schiester.

 

Zur Erinnerung: In der Fanny-von-Lehnert-Straße, nahe dem Salzburger Hauptbahnhof, soll ein neues Wohnbauprojekt entstehen. In der Sockelzone waren ursprünglich ein „Café der Kulturen“, ein BWS und ein Elterntageszentrum vorgesehen. Dieser Plan ist jedoch am Widerstand der ÖVP und ihres Klubobmannes Christoph Fuchs gescheitert. Jetzt liegt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch: Statt der Nutzung durch einen privaten Verein soll die Stadt selbst 200 Quadratmeter in der neuen Sockelzone anmieten und für ein BewohnerInnen-Service-Center nutzen. Auch eine vom Bund geförderte Familienberatungsstelle hätte dort Platz.

 

„Die Gegend um den Salzburger Hauptbahnhof ist nicht nur ein sozialer Brennunkt. Sie ist vor allem auch Lebensraum für Salzburgerinnen und Salzburger mit den unterschiedlichsten Lebenszusammenhängen und -hintergründen. Mit Law and Order kommt man da nicht weit“, so die Sozialausschuss-Vorsitzende. Die Stadt bemüht sich, den Bahnhof mit Kultur zu bespielen, für obdachlose Menschen wird in St. Elisabeth etwas getan. „Was der Bahnhofsgegend und der gesamten Elisabeth-Vorstadt aber fehlt, ist eine Anlaufstelle für die Bewohnerinnen und Bewohner. Eine Stelle, die aktive Stadtteilarbeit betreibt und die auf die Menschen zugeht. Ein BWS könnte genau diese Aufgaben perfekt erfüllen“, erklärt Schiester.

 

Morgen, Mittwoch, wird der Gemeinderat nun erneut über das Projekt in der Fanny-von-Lehnert-Straße beraten. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN haben sich von Anfang an für eine soziale Nutzung der Sockelzone ausgesprochen, jetzt sind die übrigen Fraktionen am Zug. „Es geht darum, die beste Lösung für die Bewohnerinnen und Bewohner der Elisabeth-Vorstadt zu finden, für politische Spielchen ist da kein Platz. Die Gegend rund um den Salzburger Hauptbahn Bahnhof braucht dringend ein begleitendes, soziales Angebot. Ein BWS in der Fanny-von-Lehnert-Straße könnte genau das leisten“, erklärt Anna Schiester, Vorsitzende des Sozialausschusses der Stadt Salzburg, abschließend.