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am 6. Oktober

Elisabeth-Vorstadt braucht endlich ein eigenes Bewohnerservice

Anna Schiester - Soziale Investitionen sind die tragfähige und nachhaltige Antwort auf die Krise

Mit hauchdünner Mehrheit, die nur durch die Doppelstimme des Bürgermeisters möglich war, haben ÖVP und FPÖ im Sommer 2019 im Gemeinderat ein lang geplantes Bewohnerservice in der Elisabeth-Vorstadt (Fanny-von-Lehnert-Straße) blockiert. Die Kritik von Seiten der Bürgerliste/DIE GRÜNEN war damals bereits groß, an der Notwendigkeit eines Bewohnerservices im Stadtteil rund um den Hauptbahnhof hat sich seither nichts geändert, betont Gemeinderätin Anna Schiester, Vorsitzende des Sozial- und Wohnungsausschusses: „Die städtischen Bewohnerservicestellen leisten seit vielen Jahren wertvolle Arbeit. Gerade im Stadtteil rund um den Hauptbahnhof ist der Bedarf nach einer solchen niederschwelligen Anlaufstelle riesig. Jeder Euro, den wir jetzt in den sozialen Zusammenhalt investieren, ist Gold wert“, so Schiester. Sie plädiert für die rasche Umsetzung einer Bewohnerservice-Stelle in der E-Vorstadt. Die Mittel dafür sollen im Budget 2021 vorgesehen werden: "Hier erwarte ich mir vom Bürgermeister ein positives Signal."

 „Investitionen in die Festspiele sind wichtig und richtig. Wir dürfen aber nicht auf jene Menschen in unserer Stadt vergessen, die davon nicht profitieren“, so Schiester. Sie erinnert daran, dass in der Elisabeth-Vorstadt mehr als 7.000 Menschen leben. Der Stadtteil ist von einer kulturellen Vielfalt geprägt, wie kaum eine andere Gegend. „Gerade die aktuelle Covid-19-Pandemie hat uns die sozialen Missstände in unserer Stadt deutlich vor Augen geführt. Durch die Einrichtung eines BWS können wir durch unbürokratische, zielgerichtete Beratung in der Nachbarschaft bekanntlich viele Probleme abfedern“, so Schiester. Die Schwerpunktarbeit des Bewohnerservice soll nicht nur bei dort lebenden, sondern auch bei den sich dort aufhaltenden Menschen liegen.