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am 21. Dezember 2020

Flüchtlingslager Kara Tepe: Salzburgs GRÜNE für Aufnahme von Geflüchteten

Bürgerliste / DIE GRÜNEN - Schellhorn: „Die Zustände sind im Lager sind katastrophal. Gleichzeitig stehen bei uns 270 Grundversorgungsplätze leer.“ – Berthold: „Während wir die Weihnachtsgeschichte vom Neugeborenen, das auf Stroh gebettet wurde, erzählen, liegen in Kara Tepe Neugeborene auf dem nackten Erdboden und werden von Ratten angeknabbert.“

Angesichts der menschunwürdigen Zustände in den Lagern auf Lesbos setzen sich Salzburgs Grüne einmal mehr dafür ein, geflüchtete Menschen aus Griechenland in Österreich aufzunehmen. Der Plan der Bundes-ÖVP, Hilfe ausschließlich vor Ort zu geben, greift für sie zu kurz. Salzburgs Landessprecher LHStv. Heinrich Schellhorn und Stadträtin Martina Berthold fordern in einer gemeinsamen Aussendung die Aufnahme von Geflüchteten aus dem Lager Kara Tepe auf Lesbos und verweisen auf 270 Grundversorgungsplätze, die in Salzburg aktuell leer stehen.

 

„Während sich Österreich auf Weihnachten vorbereitet, frieren rund 7.300 Menschen im Flüchtlingslager Kara Tepe auf Lesbos“, so Schellhorn. Notfallzelte würden in Dreck und Schlamm versinken, es gebe nahezu kein warmes Wasser, keine Kanalisation, im Großteil des Lagers keine Stromleitungen. „Die Situation in den Flüchtlingslagern wird immer menschenunwürdiger. Das dürfen wir keinem Menschen und vor allem nicht den vielen Kindern zumuten. Darum sollten wir Familien und besonders verletzliche Personen in Österreich aufnehmen“, bekräftigt Landessprecher Schellhorn seine Forderung vom September dieses Jahres.

 

Salzburg als Menschenrechtsstadt sei dringend gefordert hier zu handeln, meint Stadträtin Berthold (Bürgerliste/Die Grünen in der Stadt) und weist auf das kommende christliche Weihnachtsfest hin: „Bald wird die Weihnachtsgeschichte vom Neugeborenen, das auf Stroh gebettet wurde, wieder erzählt. Und gleichzeitig liegen im griechischen Lager Kara Tepe Neugeborene in den Notzelten auf dem kalten, nassen Erdboden. Kinder werden in der Nacht von Ratten gebissen und Siebenjährige müssen davon abgehalten werden, sich das Leben zu nehmen“, so Berthold. Ihr Appell: „Dieses humanitäre Versagen kann uns doch nicht kalt lassen. Salzburg hat Platz für geflüchtete Menschen!“