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Dienstag

Helfen statt wegschauen: Bürgerliste stellt Antrag zur Aufnahme von Schutzsuchenden aus Moria

Martina Berthold, Anna Schiester - Stadträtin Martina Berthold und GRin Anna Schiester stellen klar: „Die Menschenrechtsstadt Salzburg muss humanitäre Verantwortung übernehmen. Es ist unsere Pflicht, den Menschen aus Moria zu helfen!“

Erschütternde Szenen spielen derzeit sich auf der griechischen Insel Lesbos nach dem Brand des Flüchtlingslagers Moria ab. So sind die rund 14.000 Menschen, darunter 4.000 Kinder, die ohnehin unter schrecklichen Umständen zusammengepfercht waren, nun auch noch obdachlos geworden. „In Moria hat nicht nur das Lager gebrannt, hier brennen die Menschenrechte und die Menschenwürde“, erklärt Anna Schiester, Sozialsprecherin der Bürgerliste/DIE GRÜNEN. Und Stadträtin und Bürgerlisten-Chefin Martina Berthold stellt dazu klar: „Wir Menschen in Salzburg können uns nicht vorstellen, unter welchen Bedingungen Kinder, Frauen und Männer in Moria leben müssen. Diese Bilder lassen mich nicht los. Wir, die wir in Sicherheit und Frieden in Österreich leben, dürfen nicht wegschauen. Es ist unsere humanitäre Pflicht zu helfen.“

 

Zu den ohnehin verheerenden Bedingungen und der Zerstörung des Lagers durch den Großbrand kommt auch noch die Corona-Epidemie. Mangelnde hygienische Einrichtungen, zehntausende Personen auf engstem Raum und von der Flucht geschwächte Menschen erleichtern dem Virus die Ausbreitung. Österreich muss daher endlich dem Beispiel anderer Länder folgen und sich an der freiwilligen Aufnahme von Flüchtlingen beteiligen. „Die Kapazitäten dafür sind vorhanden. Wir haben die Möglichkeiten, die Mittel, die Erfahrung und auch viele hilfsbereite Menschen, um diesen geflüchteten Menschen zu einem würdigen Dasein zu verhelfen auch in der Stadt Salzburg“, so Anna Schiester.

 

Inzwischen haben sich bereits mehrere österreichische Städte und Gemeinden für die Aufnahme Schutzbedürftiger, wie Kinder, Frauen und unbegleitete Minderjährige, ausgesprochen. Diesem Beispiel muss auch die Menschenrechtstadt Salzburg folgen und versuchen, dadurch einen Beitrag zu leisten. Die Bürgerliste wird daher in der morgigen Sitzung des Gemeinderates einen entsprechenden Antrag einbringen: Die Menschenrechtsstadt Salzburg übernimmt humanitäre Verantwortung und bekennt sich dazu, schutzbedürftige Menschen aus Moria aufzunehmen.