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am 8. November

Nach Alkoholverbot: Sozialmaßnahmen für den Bahnhofsvorplatz beschlossen

Ulrike Saghi - Ulrike Saghi: Streetwork muss dennoch ausgebaut werden

Der Sozialausschuss der Stadt Salzburg hat heute, Donnerstag, endlich die Umsetzung von sozialen Maßnahmen für den Bahnhofsvorplatz beschlossen. Nach sechs Monaten der ÖVP-Hinhaltetaktik unter dem Deckmantel von „Klubberatungen mit Akt“ konnte schließlich doch noch ein einstimmiger Beschluss gefasst werden. Außerdem haben alle Fraktionen einmal mehr ihre Zustimmung zu einem Investitionskostenzuschuss von 150.000 Euro für ein dringend nötiges und von der Caritas im Bereich der Elisabethbühne geplantes Tageszentrum signalisiert.  

„Bei der Umsetzung ihres Law-and-Order-Alkoholverbots am Bahnhofsvorplatz hat die ÖVP keine Zeit verloren. Für die Zustimmung zu begleitenden sozialen Maßnahmen hat man sich aber beinahe sechs Monate Zeit gelassen. Jetzt müssen diese sozialen Maßnahmen eben umso rascher umgesetzt werden“, stellt die Ausschussvorsitzende Ulrike Saghi klar.  

Ein soziales Platzmanagement-Konzept ist bereits erarbeitet worden. Nun nimmt die Stadt insgesamt 60.000 Euro in die Hand, um die darin vorgesehenen Maßnahmen auch mit Hilfe einer sozialen FachplanerIn umsetzen zu können. Wesentliche Punkte dabei sind Orientierung, Beleuchtung und Wegführung, Sauberkeit, die Möblierung des Platzes – und besonders auch die ansprechende Gestaltung des Gedenkhains am Bahnhofsvorplatz. In den nächsten zwei Jahren sollen diese Punkte nun professionell umgesetzt werden.  

Ein von der Caritas im Bereich der Elisabethbühne geplantes Tageszentrum soll ganz wesentlich zur Verbesserung der Situation beitragen. Vor allem das Problem des übermäßigen Alkoholkonsums am Bahnhofsvorplatz kann so angegangen werden. Caritas-Direktor Johannes Dines hat für dieses Projekt im heutigen Sozialausschuss auch um die Unterstützung der Stadt ersucht. Vorgesehen sind nun 150.000 Euro für das Budget 2019 – diese müssen im Budget-Senat am kommenden Montag jedoch noch endgültig beschlossen werden.  

Der heutige Sozialausschuss bedeutet einen großen Schritt in die richtige Richtung für den Bahnhofsvorplatz. Dennoch, die beschlossenen Maßnahmen allein werden noch nicht ausreichen: „Ohne Streetwork wird es am Bahnhofvorplatz nicht gehen. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN fordern das seit Jahren und im heutigen Sozialausschuss hat auch Caritas-Direktor Johannes Dines die Bedeutung von mehr Sozialarbeit am Bahnhof noch einmal betont. Hier müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden“, erklärt GR Ulrike Saghi, Vorsitzende des Sozialausschusses, abschließend.