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am 25. Juni

Sexualpädagogik: Mehr Vernunft bitte! Bürgerliste/Die Grünen stellt sich gegen Verbannung von externen Vereinen

Anna Schiester - Sozialausschuss-Vorsitzende GRin Schiester: Sexuelle Bildung durch externe Vereine sind „Erfolgsmodell“ - Benotende Lehrerinnen und Lehrer sind bei unangenehmen oder tabuisierten Problemen und Fragen nicht die richtigen Ansprechpersonen

„Mehr Vernunft und weniger Emotion“ fordert GRin Anna Schiester, Vorsitzende des städtischen Sozialausschusses und Sozialsprecherin der Bürgerliste/Die Grünen, in der Diskussion rund um den Vorschlag von ÖVP und FPÖ, externen Vereine an Bildungsstätten die bewährte sexualpädagogische Bildung zu verbieten. In Salzburg wäre u.a. der Verein Selbstbewusst betroffen. Die Bürgerliste/Die Grünen stellen sich ganz klar gegen diese schwarz-blauen Pläne, über die kommende Woche im Nationalrat beraten werden sollen. 

„Sexuelle Bildung durch professionelle, sexualpädagogisch geschulte Anbieter, die nach festgelegten Qualitätsstandards arbeiten, gelten in Salzburg und österreichweit seit vielen Jahren als Erfolgsmodell. Das jetzt mit einem Federstich zunichte zu machen, ist verantwortungslos“, so Schiester. Sowohl Lehrkräfte als auch Eltern schätzen das Workshop-Programm der Vereine als Ergänzung zum Regelunterricht. Die Vereine verfügen über qualifizierte Ausbildungen, sind auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand und können die Fragen der Kinder und Jugendlichen altersadäquat beantworten. „Benotende Lehrerinnen und Lehrer sind bei unangenehmen oder tabuisierten Problemen und Fragen nicht die richtigen Ansprechpersonen für die jungen Leute. Das können professionelle, externe Anbieterinnen und Anbieter einfach besser“, ist Schiester überzeugt. 

Es sei zu befürchten, dass künftig niemand Verantwortung für sexualitätsbezogene Probleme und Fragen von Kindern und Jugendlichen übernehmen wird, sollten die Pläne von ÖVP und FPÖ in die Tat umgesetzt werden. Nicht nur, aber auch weil es in Österreich einen Mangel an sexualpädagogischen Inhalten in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer gibt.