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am 11. November 2020

Autofreier Gaisberg: Öffi-Angebot gehört deutlich verbessert

Lukas Uitz - Konsequente Verkehrsberuhigung erfordert eine Taktverdichtung beim Gaisbergbus. Bürgerliste fordert gratis Bus im 30-Minuten Takt.

Traumwetter am Wochenende. Wer nutzt diese Kombination nicht gerne für einen Ausflug in die Natur. Für den Gaisberg bedeutet sie neben Entspannung in der Regel auch Verkehrschaos. Denn der Salzburger Hausberg bietet sich mit seiner Vielseitigkeit ideal für einen Ausflug ins Grüne an. Auch am vergangenen Wochenende pilgerten wieder Tausende auf die Gaisbergspitze, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Bus oder mit dem Auto. Letztere in derartigen Mengen, dass sämtliche Parkmöglichkeiten schnell ausgelastet waren und hunderte Fahrzeuge gesetzwidrig auf der grünen Wiese parkten. Ein Umstand, der sich bei entsprechender Wetterlage scheinbar ewig zu wiederholen scheint, zumindest so lange man den PKW-Verkehr weiter gewähren lässt.

Die heutige Ankündigung von Gaisberg-Koordinator Florian Kreibich, wonach der Gaisberg wochenends autofrei werden soll, ist für Bürgerlisten Verkehrssprecher Lukas Uitz längst überfällig. „Wir werden uns genau anschauen, was mit 'autofrei' wirklich gemeint ist. Dass die Stadt am Gaisberg tätig wird ist höchste Zeit. Wir brauchen hier endlich eine neue konsequente Verkehrsberuhigung. Was da am letzten Wochenende wieder vorgegangen ist, war keine Überraschung. So kann es jedenfalls nicht weitergehen, dass man immer erst dann eingreift, wenn gar nichts mehr geht,“ so Uitz.


Gaisbergbus muss echte Alternative sein

Damit der Hausberg für die vielen Erholungsuchenden erreichbar bleibt, müsse nun beim Öffi-Angebot nachgebessert werden. Gemeinderat Uitz fordert für Schönwetter-Wochenenden einen kostenlosen 30-Minuten Takt beim Gaisbergbus. „Der 45-Minuten Takt wird bereits sehr gut angenommen und stößt regelmäßig an seine Grenzen. Gerade in Zeiten des Abstandhaltens braucht es zusätzliche Kapazitäten und eine weitere Verdichtung.“ Uitz schlägt vor, die Nutzung nach drei Monaten zu evaluieren und zu prüfen, ob eine weitere Verdichtung erforderlich ist.


Autofrei, aber richtig

Die Bürgerliste steht seit vielen Jahren für einen autofreien Gaisberg: „Die Gaisberg soll als Ausflugsberg jenen Menschen vorbehalten sein, die ihn umweltfreundlich erreichen, damit Ruhe und Rückzugsräume nicht beeinträchtigt werden.“ Laut Uitz setzen bereits jetzt viele Ausflügler*innen auf einen umweltfreundlichen Aufstieg, litten aber häufig unter der hohen Lärm- und Verkehrsbelastung.

Gaisberg-Koordinator Kreibich ist bisher konkrete Ankündigungen schuldig geblieben, was genau am Wochenende passieren soll. Man wird die Situation am Wochenende genau verfolgen und schauen, wie ernst man es mit dem „autofrei“ hält. Da es derzeit ohnehin keinen gastronomischen Betrieb am Gaisberg gibt, erwartet sich Uitz, dass die PKW-Auffahrt bereits im Tal und nicht erst bei der Zistelalm beginnt. „Was anderes wäre für mich nicht nachvollziehbar“, so Uitz abschließend.