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am 10. Juli

Bürgerliste fordert echte Sprachauswahl für Öffi-Ticketautomaten

Lukas Uitz - GR Lukas Uitz hat festgestellt, dass die Sprachauswahl an den Ticketautomaten der Salzburg AG vollkommen unzureichend ist. Vor allem TouristInnen könnten dadurch ihr Ticket nur beim Busfahrer kaufen, was zur Verspätung der Öffis beiträgt. Den Wunsch nach rascher Adaptierung hat er heute persönlich beim Vorstandsdirektor Leonhard Schitter deponiert.

Wer der deutschen Sprache in Salzburg nicht mächtig ist – und das sind gerade im Sommer besonders viele TourstInnen – hat mitunter große Probleme an den Öffi-Ticketautomaten. Gemeinderat und Bürgerlisten-Verkehrssprecher Lukas Uitz stellte kürzlich erstaunt fest, dass die an zahlreichen Haltestellen aufgestellten Automaten zwar eine Sprachauswahl ermöglichen. Allerdings ändert sich bei Betätigen dieser lediglich der Schriftzug „Wählen Sie ihr Ticket“ in die jeweils gewählte Sprache. Die genauen Ticket-Bezeichnungen, zwischen denen man wählen kann, etwa „Stundenkarte Vollpreis“ oder „24h Vollpreis“, werden weiterhin auf Deutsch angezeigt, egal welche Sprache ausgewählt ist

„Ohne Deutschkenntnisse ist es in Salzburg praktisch unmöglich, ein Busticket beim Automaten zu kaufen, was sich negativ auf die Angebotsqualität auswirkt. Gerade TouristInnen sind Vorverkaufstickets völlig unbekannt. Diese können ihr Ticket somit erst wieder beim Busfahrer erfragen und kaufen und diesen damit von seiner eigentlichen Aufgabe der pünktlichen Abfahrt abhalten. Das Ergebnis sind Verspätungen“, sagt Gemeinderat Lukas Uitz. Er verweist in diesem Zusammenhang noch einmal auf seine Forderung nach einer gänzlichen Befreiung der BusfahrerInnen vom Ticketverkauf und gleichzeitiger Installation von Ticketautomaten in den Stadtbussen.

Für Uitz ist die mangelnde Sprachfunktion bei den bestehenden Automaten eine Peinlichkeit in der Touristenmetropole Salzburg, die es schleunigst abzustellen gilt: „Wenn ich kein Deutsch verstehe, kann ich derzeit ohne Hilfe kein Ticket am Automaten kaufen. Das ist eine Service-Lücke, die sofort geschlossen werden muss.“ Bei seinem Lokalaugenschein am Mirabellplatz wurde Uitz sogleich von einer unsicheren Touristin gebeten, ihr bei der richtigen Ticketauswahl behilflich zu sein. „Es sind nur zwei, drei Knöpfe zu bedienen und schon kommt das Ticket raus. Aber eben nur, wenn man den Automaten auch bedienen kann. Die sprachliche Barriere ist da für viele natürlich nur schwer zu überwinden.“

Sein Anliegen hat Uitz heute Mittwoch Salzburg AG Vorstandsdirektor Leonhard Schitter persönlich in Form eines Fotos der missverständlichen Displays überbracht.


GR Lukas Uitz fordert echte Sprachauswahl bei Ticketautomaten