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am 25. Juni

Bürgerliste fordert Ticketautomaten in allen Bussen und die Abschaffung sinnloser und teurer Fahrer-Tickets.

Lukas Uitz - GR Lukas Uitz: „Kein Mensch durchschaut mehr den Tarifjungel. Salzburg verdient endlich einheitlich günstige Öffi-Tickets. Das Bezahlen beim Buslenker/bei der Buslenkerin ist nicht nur teuer sondern verursacht auch Verzögerungen bei der Abfahrt.“

Wer sein Obus-Ticket beim Fahrer/der Fahrerin kauft, zahlt ab 1. Juli statt 2,70 Euro stolze 2,90 Euro. Die günstigen Tickets im Vorverkauf bleiben mit 1,90 Euro für den Einzelfahrschein unverändert. Die Verkehrsbetriebe argumentieren, dass Fahrgäste damit zum Ticketkauf im Voraus animiert werden sollen, um verzögerte Abfahrten einzudämmen. Der Ticketkauf beim Fahrer/bei der Fahrerin wirkt sich dabei gleich mehrfach negativ aus. Der Bus verspätet sich durch die Wartezeiten, Fahrgäste müssen sich darüber ärgern und zahlen zudem einen deutlich höheren Preis im Vergleich zu Vorverkauftickets.
 

„Es ist unverständlich, warum der Kauf beim Fahrer/der Fahrerin überhaupt noch ermöglicht wird, wenn längst bekannt ist, dass dieser zur Unpünktlichkeit beiträgt. In anderen Städten ist es selbstverständlich, den Fahrschein schon vor dem Einsteigen zu besorgen. Auch die SalzburgerInnen würden dadurch von einheitlich günstigen Tickets profitieren“, meint Bürgerlisten-Verkehrssprecher Lukas Uitz, der sich für abgespeckte Ticketautomaten mit einheitlichen Tarifen wie im Vorverkauf in allen Bussen stark macht. „Um diese einfach zu halten, sollte man dort nur Einzelfahrscheine erhalten und die Bezahlung mit EC-Karte ermöglichen“,beschreibt der Gemeinderat seine Vorstellung.


Vereinfachung des Tarifsystems macht Öffis attraktiver

Gemeinsam mit dem überflüssigen Fahrer-Ticket würde auch der überteuerte Fahrpreis von 2,90 Euro der Vergangenheit angehören. Übrig bliebe ein einheitlicher Fahrpreis von 1,90 Euro, die derzeit die Einzelfahrt im Vorverkauf kostet. „Das würde den Öffentlichen Stadtverkehr für viele attraktiver machen. Die SalzburgerInnen stöhnen derzeit zurecht unter den hohen Einzelticketpreisen. Dass es günstigere Tickets gibt (Vorverkauf, Handy-App, Automat) ist vielen immer noch nicht bewusst, was angesichts der schier endlosen Vielfalt an unterschiedlichen Tarifen verständlich ist“, so Uitz, der deshalb eine Vereinfachung des Tarifsystems fordert. Der Ticketkauf via Automaten und Handy-App müsse zudem stärker forciert und beworben werden.


„Kein Mensch versteht, warum es unterschiedliche Preise für scheinbar ein und dasselbe Ticket geben muss, je nachdem ob man es im Bus, im Vorverkauf, per Handy-App oder am Automaten erwirbt“, so Uitz, den die derzeitige Tarifsituation schon lange stört. Die einfache Fahrt kostet im Vorverkauf 1,90 Euro, am Automaten und in der Handy-App 2,00 Euro (als Stundenticket) und beim Fahrer/der Fahrerin 2,90 Euro. Zudem kann man in der S-Bahn in Verbindung mit der ÖBB-Vorteilscard ein schienengebundenes Ticket für 1,20 Euro erwerben.

„Bei aller Liebe zum Öffentlichen Verkehr. Vier verschiedene Preise für ein Einzelticket in der Stadt Salzburg sind eine Zumutung für alle Öffi-NutzerInnen. Wir brauchen endlich einheitliche Einzelfahrttarife für alle Bezugsquellen und ein Ende des Verkaufs beim Fahrer/bei der Fahrerin, damit dadurch entstehende Verspätungen endlich der Vergangenheit angehören“, so Uitz abschließend.

Am kommenden Dienstag wird Gemeinderat Lukas Uitz einen Antrag an Bürgermeister Harald Preuner einbringen. Dieser muss die Zeichen der Zeit erkennen und sich als Aufsichtsrat bei der Salzburg AG für neue Ticketlösungen stark machen.