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am 19. August

Den Anschluss nicht verpassen! Bürgerliste fordert FAIRTIQ-App auch für Salzburg

Lukas Uitz - GR Lukas Uitz: „Öffi fahren muss einfacher werden. Vorarlberg und nun auch Linz machen es vor. Die dort genutzte FAIRTIQ-App wäre auch in Salzburg eine wichtige und zeitgemäße Ergänzung des Ticketsystems und würde das Öffi-Fahren deutlich erleichtern.“

Die innovative und benutzerfreundliche Ticketing-App FAIRTIQ verrechnet seit Neuestem den Fahrgästen der Linz AG Linien automatisch das günstigste Tickets und das im Nachhinein und ohne das geringste Wissen über die unterschiedlichen Tarife. Ein einziger Fingerwisch in der App reicht aus, um eine Fahrt zu beginnen. Für die NutzerInnen gehört damit das lästige Suchen nach dem günstigsten und v.a. richtigen Tarif der Vergangenheit an.

Bürgerlisten Gemeinderat Lukas Uitz hat sich schon intensiv mit der digitalen Ticketlösung beschäftigt:„Technische Unausgereiftheit kann man dieser App-Lösung keine unterstellen. Das System bewährt sich bereits seit April 2018 in der gesamten Schweiz, Liechtenstein und seit vergangenem Herbst auch in Vorarlberg und das nahezu beschwerdefrei. Es ließe sich verhältnismäßig einfach und günstig auch auf das Land Salzburg ummünzen“, so Uitz, der damit die Notwendigkeit einer landesweiten Ticketlösung betont.


ÖVP bei Ticketlösungen unter Zugzwang

Der Verkehrssprecher der Bürgerliste sieht Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) und Bürgermeister Harald Preuner in der Verantwortung, eine zeitnahe Lösung für ein nutzerfreundliches Ticketsystem auch in Salzburg zu finden. „Salzburg läuft Gefahr, im Ticketingbereich den Anschlusszug zu verpassen. Um Öffis attraktiver zu machen, müssen Tarife vereinfacht und den Fahrgästen der Ticketkauf so einfach wie möglich gemacht werden. Der aktuelle Tarifdschungel mit unverständlichen Preisunterschieden für ein und das selbe Ticket ist das komplette Gegenteil davon“, so Uitz, der damit auch auf seine Forderung nach der Abschaffung der teuren Fahrertickets im Obus verweist. Das Zeitalter digitaler Ticketlösungen hat ihm zufolge längst begonnen und unterliegt einem stetigen Fortschritt, dem sich der Salzburger Verkehrsverbund und Salzburg AG bislang konsequent entziehen, während Linz vorbildhaft voran geht und den innovativen Weg wählt.


Psychologischer Vorteil bei automatischer Bezahlung

Uitz selbst verwendet regelmäßig die bestehenden App-Lösungen „Salzburg Verkehr“ und „Quando Salzburg“, weil es eben keine anderen gebe. „Diese Ticket-Apps funktionieren zwar, wenn man weiß, wie es geht. Sie überlassen aber immer noch dem Fahrgast die mühsame Suche nach dem richtigen Ticket und sind damit längst in die Jahre gekommen.“

Uitz sieht in der Innovation auch die Möglichkeit, einen psychologischen Nachteil gegenüber dem PKW zu eliminieren. „Beim Auto tanke ich einmal voll und brauche dann für einige Zeit nicht mehr ans Geld zu denken, was sich für uns in gefühlter Bequemlichkeit auswirkt. Beim Bus setze ich mich bei jeder Fahrt mit den Kosten auseinander, was negativ konnotiert ist.“ Demnach würde eine Ticket-App, die automatisch im Nachhinein den günstigsten Preis verrechnet, denselben Effekt für den Öffentlichen Verkehr bedeuten und – ähnlich wie bei der Handy-Rechnung - die Hemmschwelle reduzieren, das Öffi-Angebot zu nutzen und umzusteigen, da man sich nicht ständig Gedanken um den Preis machen müsste.