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am 24. Juni

Klimavolksbegehren: Salzburg muss Radverkehrsziel erhöhen

Lukas Uitz - Der Verkehr muss endlich seinen Klimabeitrag leisten. Vor allem beim Radverkehr ist noch viel Luft nach oben und lassen sich CO2 senkende Maßnahmen schnell umsetzen. 28% Radverkehrsanteil bis 2025 sind möglich und sollten fortan zum Ziel erklärt werden.

Geht es um die Klimabilanz, kann kein anderes Verkehrsmittel dem Fahrrad das Wasser reichen – die eigenen Füße mal ausgenommen. Vor allem in urbanen Räumen mit kurzen Wegen und wenig Höhenunterschied birgt das Fahrrad das größte Potenzial, für breite Teile der Bevölkerung zum Hauptverkehrsmittel zu werden. E-Bikes und Lastenfahrräder werden zunehmend zu sinnvollen Alternativen, sei es für weitere Strecken oder für Transportfahrten. Die Ausnahmen, für die man den PKW benötigt, werden somit immer weniger.

Für Lukas Uitz, Verkehrssprecher der Bürgerliste, muss sich diese Entwicklung stärker in der Straßenraumgestaltung bemerkbar machen. Klimafreundliche Fortbewegungsmittel müssen künftig prinzipiell zur ersten Wahl gemacht werden. „Wir müssen aufhören, immer als erstes an den Individualverkehr zu denken, wenn von der Flüssigkeit des Verkehrs die Rede ist. Das ist eine entscheidende Grundhaltung. Die Emissionen im Verkehrssektor steigen unvermindert an. Auch die Stadt Salzburg muss endlich ihre Hausaufgaben erledigen. Klimagerechte Verkehrsmittel müssen überall Vorrang bekommen“, so Uitz. Er wünscht sich in der Bevölkerung, aber auch in der Politik mehr Bewusstsein für die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.

 

28% statt 24% Radverkehrsanteil in der Stadt gefordert

In Bezug auf den Radverkehr hält Uitz die bestehende Radstrategie 2025 für den richtigen Weg. Sie geht ihm jedoch nicht weit genug: „Die derzeitige Strategie sieht vor, den Radverkehr bis 2025 von 20% auf 24% zu erhöhen. Die ursprüngliche Variante hätte jedoch 28% vorgesehen. Das war ÖVP und SPÖ damals zu ambitioniert. Angesichts der drohenden Klimakrise müssen wir diese Ziele nochmal überdenken. Davon profitiert nicht nur das Klima sondern auch die Menschen in der Stadt“, so Uitz.

 

Aufruf für Klimavolksbegehren      

Das aktuelle Klimavolksbegehren, das noch bis 29. Juni zur Unterschrift aufliegt, hat Uitz bereits vor Wochen online unterschrieben. Er sieht darin eine grundlegende Initiative für mehr Klimabewusstsein in der Bevölkerung. „Die Klimakrise ist die größte Bedrohung in der Menschheitsgeschichte. Wir müssen uns dieser mit größtmöglicher Entschlossenheit stellen. Das bedeutet auch, dass Klimaschutz fixer Bestandteil unserer Verfassung werden muss und in allen Bereichen berücksichtig wird“, so Uitz abschließend.