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am 25. Februar

Neue Verkehrsregelung: ÖVP bastelt weiter an einer autogerechten Innenstadt

Bernhard Carl - Salzburgs Innenstadt ist für die Menschen da und nicht für Autos. Trotzdem wollen Preuner und Unterkofler am Museumsplatz und am Franz-Josef-Kai einmal mehr in den Autoverkehr investieren.

Wenn es nach der ÖVP geht, dann soll die Salzburger Innenstadt in Zukunft noch autogerechter werden. So zumindest legen es die Pläne für den Umbau und die Neuorganisation des Verkehrs am und um den Museumsplatz nahe, die von Bürgermeister Harald Preuner und Verkehrsstadträtin Unterkofler heute bei einer Pressekonferenz präsentiert wurden. Statt der bisherigen Kreuzung soll ein Kreisverkehr für flüssigeren Verkehr sorgen, die Zufahrt zum Rot-Kreuz-Parkplatz wird verlegt, die Stellplätze minimal reduziert. Das von der ÖVP selbst erfundene, unsinnige „Kranzlfahren“ soll damit der Geschichte angehören, was bleibt ist eine Blechlawine, die mitten durch die Salzburger Altstadt rollt.

 

„Weniger Stellplätze und mehr Grün klingt zunächst einmal nach einer guten Nachricht. 30 Stellplätze weniger können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ÖVP am Museumsplatz einmal mehr in den Autoverkehr investiert. Die Innenstadt soll autogerecht werden – genau dafür soll dieser neue Kreisverkehr gebaut werden“, kritisiert Bernhard Carl, stellvertretender Klubobmann der Bürgerliste/DIE GRÜNEN.

 

Den größten Knackpunkt stellt mit Sicherheit die Verlegung der Ein- und Ausfahrt zum Rot-Kreuz-Parkplatz dar. Laut dem von Preuner und Unterkofler vorgestellten Plan haben dort maximal drei Autos hintereinander Platz. Ein Rückstau von der Parkplatzeinfahrt bis in den Kreisverkehr ist vorprogrammiert, das zeigen auch die Erfahrungen mit der derzeit bestehenden Einfahrt. „Wenn die neue Einfahrt zum Rot-Kreuz-Parkplatz so kommt wie geplant, dann kommt es an dieser Stelle mit Sicherheit zum Dauerstau“, so Carl.

 

Die Zukunft der Innenstadt ist autofrei

„Salzburgs Innenstadt ist für die Menschen da und nicht für Autos“, stellt Gemeinderat Bernhard Carl klar. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN fordern deshalb einmal mehr, den Rot-Kreuz-Parkplatz vollständig aufzulassen und den Salzburgerinnen und Salzburgern als wunderbaren Erholungsraum inmitten der Altstadt zurückzugeben. Und auch was die Verkehrslawine durch die Innenstadt betrifft, bleibt die Bürgerliste bei ihrer klaren Haltung: „Die Zukunft der Innenstadt kann nur autofrei sein. Zahlreiche Städte auf der ganzen Welt haben es längst vorgemacht – und auch Salzburg kann sich dieser Entwicklung nicht länger verschließen“, so der stellvertretende Klubobmann der Bürgerliste/DIE GRÜNEN abschließend.