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am 28. September

Obus-Desaster: Das Management der Salzburg AG muss sich unangenehme Fragen gefallen lassen

Bernhard Carl - Fahrgäste dürfen keine Sekunde länger im Regen stehengelassen werden. Rasches Handeln ist gefragt.

Seit einiger Zeit fahren wieder 30 Jahre alte Obusse durch Salzburgs Straßen. Diese Tatsache wurde heute auch einem Medienartikel aufgegriffen, der leider kein gutes Licht auf das Management der Salzburg AG und ihren Umgang mit dem Öffentlichen Verkehr wirft.

„Was derzeit auf unseren Straßen passiert, ist ein Desaster. Der Obus hat ohnehin schon nicht den besten Ruf bei den SalzburgerInnen, die Preisgestaltung und Pünktlichkeit stehen auch immer wieder in der Kritik – und dann pfeift die Flotte auch noch wegen Fehlplanungen des Managements der Salzburg AG aus dem letzten Loch?“, ist GR Bernhard Carl fassungslos. „Die Stadt nimmt jedes Jahr Millionen in die Hand, damit der Öffentliche Verkehr funktioniert. Umso unerträglicher ist die derzeitige Situation. Das Management der Salzburg AG wird sich unangenehme Fragen gefallen lassen müssen“, so der Verkehrssprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN weiter.

Wie verfahren die momentane Situation beim Obus ist, wird erst nach und nach deutlich. „Wie es aussieht, ist derzeit nicht einmal sicher, dass alle Kurse gehalten werden können.“ Für den Gemeinderat stellen sich nun eine Reihe von Fragen:„Wie viele Obusse sind derzeit abgestellt oder haben gar kein Pickerl mehr? Wie viele und welche Kurse können nicht bedeckt werden? Und wie viele Obus-Fahrer fehlen tatsächlich? Ich erwarte mir hier eine umgehende Antwort vom Management Salzburg AG.“

Dass Obusse zur regelmäßigen Wartung müssen, kann keine große Überraschung sein. Warum das Management der Salzburg AG in seinen Planungen keine entsprechende Vorsorge getroffen hat, ist umso unverständlicher. „Wie lange es dauert, bis ein neuer Obus einsatzbereit ist, weiß man im Management der Salzburg AG. Warum also wurde bis heutekein neues Fahrzeug bestellt? Stattdessen muss man sich mit Museumsstücken behelfen.“ Unklar ist derzeit auch, wie es mit der Obus-Verlängerung nach Grödig aussieht. „Die mit Batterien ausgerüsteten Busse für die Verlängerung nach Grödig wurden für 2019 versprochen. Ich hoffe sehr, dass das Management Salzburg AG die Menschen nicht auch hier im Regen stehen lässt“, stellt Gemeinderat Bernhard Carl klar.

„Ich erwarte mir Antworten vonseiten der Unternehmensführung, und was noch wichtiger ist: rasches Handeln“, so der Verkehrssprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN abschließend.