gruene.at
Navigation:
Mittwoch

Öffi-Ausbau: Stadt muss endlich liefern

Lukas Uitz - Eine Greenpeace-Studie zeigt akuten Handlungsbedarf in der Landeshauptstadt. Das Warten auf die neue Mobilitätsgesellschaft darf nicht zur Pauschalausrede für fehlende Verkehrsmaßnahmen werden.

Kein gutes Zeugnis stellt eine kürzlich veröffentlichte Greenpeace-Studie der Verkehrssituation in der Stadt Salzburg aus. Darin nimmt Salzburg im Vergleich der Landeshauptstädte den mageren 7. Platz beim öffentlichen Verkehr und nur den 6. Platz beim Radverkehrsangebot ein – und das obwohl Salzburg österreichweit den höchsten Radverkehrsanteil aufweist.

Öffi-Ausbau benötigt mehr als 7,5 Minuten Takt

Die Ankündigung von Vize-Bgm. Barbara Unterkofler, mit konkreten Maßnahmen erst die Ausgliederung der Sparte Verkehr aus der Salzburg AG abzuwarten, wird für Bürgerlisten-Verkehrssprecher Lukas Uitz zunehmend zur Hinhaltetaktik: „Die Studienergebnisse sind ein klarer Handlungsauftrag an die Stadtverwaltung. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Radverkehrsangebots muss zügig vorangetrieben werden. Das Rausreden auf die neue Mobilitätsgesellschaft ist für die Stadtbevölkerung unbefriedigend. Wir müssen hier endlich in die Gänge kommen und dürfen nicht alles auf den St. Nimmerleinstag verschieben.“

Die Einführung eines 7,5 Minuten Takts wäre für Uitz grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch fehlen ihm hier konkrete Anhaltspunkte und weiterführende Maßnahmen. So hätte etwa der Hauptbahnhof derzeit nicht die dazu notwendigen Kapazitäten und müsste umgebaut werden. Auch deshalb hält Uitz eine Umsetzung in naher Zukunft für unwahrscheinlich. Der Verkehrssprecher der Bürgerliste vermisst bei den Ankündigungen Unterkoflers außerdem konkrete Maßnahmen was Ausbau und Bevorrangung des Öffentlichen Verkehrs betrifft: „Neben einer Taktverdichtung brauchen die Öffis auch neue Busspuren. Davon hört man aus dem Verkehrsressort gar nichts mehr“, so Uitz abschließend.