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am 16. Dezember 2019

Versuchtes Greenwashing des Flughafens: Bürgerliste fordert Zukunftskonzept

Bernhard Carl - Der Salzburger Flughafen investiert jüngsten Medienberichten zufolge in Elektroantriebe und möchte bis zum Jahr 2050 CO2-neutral sein.

Diese Anstrengungen sind an sich positiv zu sehen, wobei das Ziel sicher auch schneller zu erreichen wäre. Und sie können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Flugverkehr eine hohe klimaschädliche Wirkung hat, die weit über die reine CO2-Menge hinausgeht, die beim Verbrennen von Kerosin frei wird. Tatsächlich ist die klimaschädliche Wirkung bis zu fünfmal so hoch: https://www.atmosfair.de/de/fliegen_und_klima/flugverkehr_und_klima/klimawirkung_flugverkehr/

Der Salzburger Flughafen liegt bekanntlich im Stadtgebiet und hat daher eine besondere Situation. Die Lärmbelastungen für die Bevölkerung sind evident. Bei aller Unterstützung für Investitionen in CO2-Reduktion am Boden – der Flughafen dient als Start- und Landemöglichkeit für besonders klimaschädlichen Flugzeuge. Angesichts der Lage im Stadtgebiet stellt sich die Frage, welchen Weg der Flughafen in der Zukunft gehen wird. 

„Weder die Investitionen in klimaschonende Technologie, noch in eine neue Abfertigungshalle können darüber hinwegtäuschen, dass dem Flughafen ein Konzept für die Zukunft fehlt. Sowohl in Hinblick auf seine Lage, als auch als Mitverursacher der klimaschädlichsten Form zu reisen müssen sich das Flughafenmanagement und seine Eigentümer Stadt und Land den Zukunftsfragen stellen. Der Versuch des Greenwashings ist hier keine adäquate Antwort“, so Gemeinderat Bernhard Carl von der Bürgerliste/DIE GRÜNEN.